Alles rund um das Thema Studium – Bachelor, Master oder MBA.

Ein Studium kostet Geld. Neben den Kosten für den Lebensunterhalt fallen beispielsweise Studiengebühren und Ausgaben für Laptop, Studienmaterialien und Bücher an. Um all das zu finanzieren, sind Studierende auf einen Job oder die Unterstützung durch Eltern, Familie oder den Staat angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, sein Studium zu finanzieren, zum Beispiel durch einen Studienkredit, BAföG, ein Stipendium oder einen Bildungs- oder Studienfond.

Stipendium und Studienkredit: Was muss ich beachten?

Eine Möglichkeit, sein komplettes Studium zu finanzieren, ist, sich für ein Stipendium zu bewerben. Informiere dich hier am besten vorher über die Voraussetzungen der über 3.000 Stipendien, da die Kriterien für die Vergabe eines Stipendiums sehr unterschiedlich ausfallen. Stipendien vergeben meist Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, religiöse Organisationen, politische Parteien oder auch Stiftungen. Vorteil eines Stipendiums ist, dass du das Geld nicht zurückzahlen musst. Außerdem kannst du viele weitere Vorteile nutzen, wie zum Beispiel Einladung zu Tagungen, Sommercamps, Praktika im Ausland oder Alumni-Netzwerke.

Was ist eine KFW Studienförderung?

Du kannst dein Bachelor, oder Master-Studium auch mit einer staatlichen Studienförderung vorfinanzieren. Der Bildungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist staatlich gefördert und bietet äußerst günstige Zinsen. Im Gegensatz zu Bankkrediten musst du keine Sicherheiten vorlegen, denn bei Kreditausfall bürgt der Staat. Das Einkommen deiner Eltern ist ebenfalls unerheblich. Einen KfW-Kredit kannst du im Alter von 18 bis 35 Jahren für Studium beantragen. Mit den Rückzahlungen, die du bequem in kleinen Raten vereinbaren kannst, musst du erst vier Jahre nach Erhalt der ersten Monatsrate beginnen.

BAföG: Wie bekomme ich BAföG?

Die staatliche Unterstützung von Studierenden ist im Bundesausbildungsförderungsgesetz geregelt. Diese Förderung erhalten Vollzeit-Studierende von Universitäten, Akademien oder Fachhochschulen, allerdings ist sie abhängig vom Einkommen der Eltern. Das heißt, je mehr deine Eltern verdienen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Antrag genehmigt wird. Er kann jedoch erst nach einer Studienplatz-Zusage beantragt werden. Zu Beginn des Bachelorstudiums darfst du nicht älter als 29 Jahre alt sein und zu Beginn des Masterstudiums nicht älter als 34 Jahre. Außerdem muss es sich um das Erststudium handeln. Ein Masterstudium kann gefördert werden, wenn es auf das Bachelorstudium aufbaut. BAföG ist zu 50 % ein Zuschuss, die anderen 50 % ein Darlehen. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Webseite zur BAföG-Beantragung.

Studium finanzieren mit Bildungsfond

Optional kannst du dein Studium auch mit einem Bildungs- oder Studienfond finanzieren. Diese Fonds werden von Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen angeboten, um Studierenden bei der Finanzierung ihres Studiums zu helfen. Du erhältst während deines Studiums Geld, das Anleger in einen Fonds einbezahlt haben. Im Gegensatz zum Studienkredit richtet sich die Rückzahlung normalerweise prozentual nach dem Einkommen nach deinem Studienabschluss. So hast du nach dem Studium eine größere finanzielle Absicherung, falls du beispielsweise erstmal ins Ausland gehen willst. Am besten ist es, sich persönlich beraten zu lassen und die Konditionen der einzelnen Anbieter zu vergleichen und zu prüfen.

Studium finanzieren durch ein Stipendium

Obwohl viele Menschen denken, dass Stipendien nur für Studenten mit sehr guten Noten vergeben werden, gibt es auch andere Möglichkeiten. Staatliche Stipendienprogramme suchen oft nach Talenten in bestimmten Bereichen oder Studenten mit besonders hohen Leistungsstandards. Aber auch wenn du kein solches Talent hast oder deine Noten eher mittelmäßig sind, gibt es Chancen für dich. Viele private Stiftungen vergeben ihre Mittel an Studierende aller Bildungsstufen und Nationalitäten. Außerdem ist die Planung bereits im Vorfeld der Bewerbung essentiell: Informiere dich über alle Details des jeweiligen Programms und bewirb dich frühzeitig! Stipendien-Suchmaschinen wie myStipendium.de helfen dir mit mehr als 2.300 Stipendienprogrammen dabei. Weitere Informationen findest du auf dem Internetportal der Begabtenförderungswerke Stipendiumplus oder in der Broschüre zu “Mehr als ein Stipendium” des BMBF.

Wenn du keine dieser Förderungen in Anspruch nehmen willst, bleibt dir noch die Möglichkeit, einen Nebenjob anzunehmen, um dein Studium zu finanzieren. Sinnvoll ist es, wenn die Nebentätigkeit inhaltliche Parallelen zu deinem Studium aufweist.

Wenn du berufsbegleitend studierst, kannst du in deinem Unternehmen nach einer Arbeitgeberförderung fragen. Am besten stellst du dar, welche Kompetenzen du im Studium erwirbst, die du in deinem Job anwenden kannst. Ein berufsbegleitendes Studium ist immer ein Gewinn für Arbeitnehmer und Unternehmen. Willst du deine Möglichkeiten zur Studienfinanzierung ausloten? Dann mach den Studienfinanzierungscheck.

Brauchst du noch weitere Informationen oder Unterstützung bei deiner Studienfinanzierung? Kontaktiere das GoVersity-Team unter study@goversity.de oder rufe uns einfach an: 0721 619 301 90.

Wirtschaftspsychologie ist ein Studium mit Zukunft: Schließlich verbindet es Wirtschaftswissenschaften auf der einen Seite und Psychologie auf der anderen. Zwei Felder, die bereits an sich äußerst interessant sind und zusammen ein Studium darstellen, dass erst seit einigen Jahren existiert, sich aber bereits hoher Beliebtheit bei Studierenden erfreut.  

Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen sind Expert:innen für menschliches Verhalten im ökonomischen Umfeld und forschen unter anderem am menschlichen Handeln, Erleben und Entscheiden in Unternehmen, Organisationen und Märkten. Die Resultate dieser Forschungen nutzen Wirtschaftspsychologen Wirtschaftspsychologinnen dann, um Prognosen für zukünftiges Verhalten zu erstellen und dadurch Handlungsempfehlungen für Verantwortliche abzuleiten.  

Kein Wunder also, dass die Wirtschaftspsychologie ein Gebiet der angewandten Psychologie darstellt. 

Welche Berufe bieten sich nach dem Studium an? 

Für Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen existieren am Arbeitsmarkt in erster Linie beratende Tätigkeiten. Die Arbeitsorte und Möglichkeiten sind äußerst vielseitig und mit einem Abschluss in Wirtschaftspsychologie hast du viele Möglichkeiten, eine gut bezahlte und interessante Arbeitsstelle zu finden. 

Abhängig davon, auf welche Bereiche du dich während deines Studiums spezialisiert hast, stehen dir viele Türen in Personalabteilungen, Marketing- und Werbeagenturen und in der Unternehmensberatung offen. Doch auch in anderen Sektoren werden Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen gesucht und haben tolle Chancen auf Karrieren in unterschiedlichsten Branchen. 

Während du in Personalabteilungen geeignete Mitarbeiter:innen für vakante Stellen findest, kannst du in Sachen Marketing wissenschaftliche Erhebungen durchführen und die Resultate dann zusammen mit deinem Team in auf die Zielgruppe zugeschnittene Werbemaßnahmen umwandeln.  

Bei Unternehmensberatungen analysierst du wiederum die Strukturen und das Management von Unternehmen und erarbeitest darauf basierend Handlungsempfehlungen für Verbesserungen innerhalb des Betriebs. Als externe:r Dienstleister:in kannst du als Unternehmensberater:in zudem auch im Personalbereich qualifizierte Mitarbeiter:innen für offene Stellen in verschiedensten Unternehmen finden. 

Generell gilt: Überall dort, wo Mensch und Wirtschaft an einem Ort sind, kannst du als Wirtschaftspsychologe oder Wirtschaftspsychologin auch arbeiten. Dass das sehr viele Bereiche sind, kannst du dir bestimmt bereits denken. 

Was verdient ein Wirtschafts-Psychologe oder Wirtschafts-Psychologin? 

Als Wirtschaftspsychologe oder Wirtschaftspsychologin kannst du bereits zum Berufseinstieg ein solides Gehalt erwarten. Das befindet sich normalerweise je nach Verhandlungsgeschick nach deinem Bachelor bei 2.400 EUR bis 3.500 EUR brutto monatlich. Mit einem Masterabschluss sind auch höhere Einstiegsgehälter durchaus möglich. 

Hast du bereits mehrere Jahre an Berufserfahrung in der Tasche sind Gehaltssprünge auf etwa 4.000 EUR bis 5.000 EUR brutto und auch darüber hinaus keine Seltenheit. Insbesondere in den Bereichen Personal- und Unternehmensberatung lässt sich als Führungskraft im Management auch bis zu 7000 EUR im Monat verdienen.    

Zudem hast du natürlich immer die Möglichkeit, dich mit deinem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen. Eine Personal- oder Unternehmensberatung bietet sich dafür hervorragend an. Das ist für die meisten Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen aber erst in der späteren Karriere relevant. 

Wie viel du zum Berufseinstieg verdienen wirst, hängt zudem auch von einigen Kriterien wie der Größe des Unternehmens, deines Verhandlungsgeschickes, deiner Verantwortung und Berufserfahrung ab, die du dir vielleicht bereits während deines Studiums durch diverse Praktika oder Nebenjobs angeeignet hast. 

Jetzt durchstarten mit Wirtschafts-Psychologie  

Du hast Interesse am Studium der Wirtschaftspsychologie? Dann informiere dich zu diesem überaus interessanten und zukunftsorientierten Studium. Mit einem Abschluss in Wirtschaftspsychologie hast du beste Karten für eine fulminante Karriere in zahlreichen bekannten Unternehmen weltweit! 

Team GoVersity 

Was haben Profiathlet:innen, Politiker:innen und Manager:innen gemeinsam? Wenig finanzielle Sorgen? Einen interessanten Beruf? Ein stressiges Leben? Ja, alles korrekt! Was sie aber auch oft haben ist Coaching. Genauer gesagt Business Coaches, die sie dabei unterstützen, sich in ihren Karrieren weiterzuentwickeln und innovative und wirksame Lösungsansätze für unterschiedlichste Problemstellungen im Leben zu finden.

Doch Herausforderungen stellen sich einem nicht nur im Beruf in den Weg – auch im Studium muss man viele Hürden meistern, um am Ende am Ziel anzukommen: dem Studienabschluss Bachelor, Master oder MBA. Das weißt Du als junger Mensch mit Sicherheit am besten. Da verwundert‘s Dich sicher auch nicht, dass ein Business-Coach auch für Dich und Dein Studium eine wertvolle Ergänzung darstellen kann.

Denn sind wir mal ehrlich: Zwischen dem Genießen der neuen Freiheit als Erwachsener, wilden Partys, stressigen Nebenjobs und neuen Bekanntschaften kann so ein Studium manchmal schon echt nervenaufreibend sein und es tut einfach gut, wenn man sich an jemanden wenden kann, der einem zur Seite steht und mit Dir an Themen arbeitet wie Prüfungsangst, Schreibblockaden bei der Erstellung Deiner Masterarbeit oder schwierige Gehaltsverhandlungen und Konflikte im Job, falls Du berufsbegleitend studierst. Ein Business-Coach kann diese Person für Dich sein!

Wie kann Dich ein Business-Coach während des Studiums unterstützen?

Ein Business-Coach arbeitet idealerweise über das ganze Studium mit Dir zusammen. Denn so lernt ihr euch am besten kennen und er oder sie kann so individuell auf Dich eingehen und Dir weiterhelfen.

So weit, so gut. Aber leider gibt’s da ein Problem: Wo findet man so einen Business-Coach und kostet das nicht was? Fakt ist: Die meisten Hochschulen in Deutschland bieten so einen Business Coach für Studierende schlicht und einfach nicht an – das wäre für die meisten Studierenden aber echt wünschenswert.

Kein Wunder: Schließlich hast Du vor allem am Anfang deines Student:innenlebens wahrscheinlich keinen Plan davon, ob Dir Dein Studium gefällt oder Du vielleicht doch wechseln solltest – dasselbe ist mit ziemlicher Sicherheit auch auf Deine berufliche Zukunft zutreffend.

Nun, wie findest Du am besten die Antworten auf diese Fragen? Genau: indem Du Dich selbst mitsamt deiner Stärken und Schwächen, Ziele und Träume sowie Werte und Ideen kennenlernst. Ein Business-Coach unterstützt Dich dabei und arbeitet mit Dir zusammen daran, dass Du das Beste aus dir herausholst, den Fokus auf Deine Individualität setzt und das machst, wofür Du brennst und worauf Du Lust hast.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit einem Business Coach vorstellen?

Dein individueller Business Coach berät Dich als Student:in zu allen Themen, die Dein Studium und/oder Dein Privatleben betreffen – natürlich immer nur dann, wenn du es brauchst. Zwischen Dir und Deinem Coach entwickelt sich so mit der Zeit ein echtes Vertrauensverhältnis.

Aber keine Sorge: so ein Business-Coach wird dir nie unflexible Baukasten-Lösungen zuwerfen. Stattdessen arbeiten Business Coaches mit Ansätzen und Ideen, die Du mit seiner Hilfe selbst erarbeitest. Natürlich ist es immer deine Entscheidung was Du davon umsetzt.

Ein weiterer Vorteil: Du wirst vielleicht in Zukunft auch in deinem Beruf mit Business Coaching konfrontiert werden. Tolle Sache also, wenn Du dann schon Erfahrung damit hast und Dich selbst und Deine Fähigkeiten, Bedürfnisse und Träume besser kennst.

Die Selbstreflexion und die sozialen Skills, die Du während der Zusammenarbeit mit einem Business-Coach entwickelst, sind einfach unersetzlich.

Am Ende hast Du das Vertrauen zu Dir selbst gestärkt, sodass Du an Dich glauben kannst. Mit dieser Motivation bist Du auch in der Lage Deine Träume und Visionen umzusetzen und wahr zu machen egal ob im Studium oder im Job.

Willst Du ein zielorientiertes, berufsbegleitendes Studium absolvieren? Dann durchstöbere doch einfach unsere Webseite und erfahre mehr über die GoVersity in Karlsruhe. Mit den interessanten Studiengängen und erfahrenen Business Coaches startest Du ab sofort deinen Karriereturbo!

Interessierst du dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe. 

von Team GoVersity

Knapp drei Millionen Studierende sind an deutschen Hochschulen derzeit immatrikuliert. Trotzdem stellen sich viele junge Menschen nach ihrem Schulabschluss die Frage: Lohnt sich ein Studium überhaupt? Wenn ja, lauten die nächsten Fragen: Welches Studium lohnt sich? Welche weiteren Vorteile bringt ein Studium?

Lohnt sich ein Studium finanziell?

Laut der Studie „Bildung hat Zukunft“ des ifo Instituts für Bildungsökonomik, die verschiedene Bildungsabschlüsse aus rein monetärer Sicht verglichen hat, verdient ein Akademiker in seinem Leben knapp 400.000 Euro netto mehr im Vergleich zu jemandem, der eine Lehre abgeschlossen hat. Grundsätzlich rechnet sich ein Studium gegenüber einer Berufsausbildung, betrachtet man das Einkommen über das ganze Arbeitsleben hinweg. Bereits nach wenigen Jahren überholen Akademiker im Beruf die ehemaligen Auszubildenden. Fachkräfte mit einem Wirtschafts- oder Ingenieurstudium haben meist schon vor ihrem 30. Geburtstag ein überdurchschnittliches Gehalt. Finanziell gesehen lohnt sich am meisten ein Studium in Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften (besonders mit einem MBA), gefolgt von Psychologie, Politik und dem Lehramt. Etwas weniger lukrativ sind Philosophie, Architektur und Geisteswissenschaften. Mehr Informationen zu den Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten im Bereich Wirtschaftspsychologie finden sich in einem separaten Artikel.

Wer sich für den akademischen Bildungsweg entscheidet, findet laut ifo-Studie nach dem Studium normalerweise auch eine Anstellung. Die Arbeitslosenquote unter den Hochschulabsolventen beträgt nur 2,5 %, bei Menschen mit einer Berufsausbildung liegt sie bereits bei 7 %. Bei Personen ohne berufsbildenden Abschluss sind im Schnitt mehr als 19 % arbeitslos. Somit ist ein Studium ein wichtiger Faktor und eine solide Basis für den beruflichen Erfolg.

Was brauche ich für ein Studium?

Um ein Studium beginnen zu können, sind bestimmte Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Im Regelfall ist die Hochschul-Zugangsberechtigung, das Abitur oder die Europäische Reifeprüfung an einer Europäischen Schule. Es gibt jedoch auch Studiengänge, die man mit der Fachhochschulreife oder sogar ohne Abitur belegen kann. Zu einem Studium berechtigt dann eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender mindestens 3-jähriger Berufstätigkeit im erlernten Beruf. Auch eine berufliche Aufstiegsfortbildung, z. B. ein Betriebswirt- oder Fachschulabschluss oder ein Meisterbrief, sind als Zugangsvoraussetzung für ein Bachelor-Studium oder sogar Master-Studium möglich.

Manche Studiengänge, darunter auch Psychologie kann man nur dann studieren, wenn man einen bestimmten Abi-Schnitt, den so genannten Numerus clausus, kurz NC, vorweist. Selbstverständlich gibt es auch Studienangebote, für die kein NC notwendig ist, beispielsweise Wirtschaftspsychologie oder Marketing Management.

Fazit: Lohnt sich ein Studium? Ja!

Studieren lohnt sich auf jeden Fall, die Vorteile eines Studiums liegen auf der Hand:

  • Ein Studium ist Voraussetzung für bestimmte Berufe, wie Juristen, Lehrer, Ärzte, Ingenieure, Psychologen etc.
  • Leitungsfunktionen in Unternehmen werden meist durch Hochschulabsolventen, z.B. mit einem Master in BWL besetzt, d. h. die Aufstiegschancen innerhalb eines Unternehmens sind deutlich besser
  • Akademiker sind am wenigsten häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und genießen ein höheres Ansehen in der Gesellschaft.
  • Im Studium lassen sich persönliche Interessen vertieft ausleben.
  • Die intellektuellen Fähigkeiten und die wissenschaftliche Arbeitsweise, die man im Studium lernt, werden von vielen Branchen sehr geschätzt. Man traut Akademikern mehr zu.
  • Akademiker haben höhere Verdienstmöglichkeiten als Menschen mit einer Ausbildung.
  • Insbesondere bei einem berufsbegleitenden Studium profitieren Absolventen zweifach. Sie können direkt Theorie und Praxis verbinden und das Gelernte im Job anwenden. Außerdem können Sie unmittelbar nach dem Studium Berufserfahrung vorweisen und haben damit einen Wettbewerbsvorteil.

Interessierst du dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe. 

von Natalie Dechant

Bei einem berufsbegleitenden Studium am Wochenende arbeitest du von montags bis freitags in deinem Job, und an ausgewählten Samstagen oder Wochenenden studierst du. Das hört sich zunächst nach viel Stress an, doch dieses Modell bietet dir eine Menge Vorteile.

Welche Vorteile bietet ein Studium am Wochenende?

Dass du dich für ein berufsbegleitendes Studium am Wochenende interessierst bedeutet, dass dir wichtig ist, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Dabei hast du volle finanzielle Sicherheit und bist weiterhin voll einsatzfähig im Job. Dies führt dazu, dass du mit einem höheren Bildungsabschluss und fundierter Praxiserfahrung auf dem Arbeitsmarkt Wettbewerbsvorteile hast. Außerdem wirst du durch die wissenschaftliche Arbeitsweise, die du im Studium erlernst, im Job künftig Probleme strukturierter angehen. Du lernst, unterschiedliche Auffassungen zu einem Thema kritisch zu reflektieren, was dir wiederum bei deiner täglichen Arbeit zugutekommt.

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Sofortige Umsetzung der Theorie in die Praxis
  • Volle finanzielle Sicherheit
  • Voll einsatzfähig im Job
  • Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt
  • Organisationsgeschick, Stressresistenz, Disziplin und die Bereitschaft, Neues zu erlernen als Skills für Arbeitgeber
  • Persönliche Weiterentwicklung
  • Stärkung deiner analytischen Fähigkeiten
  • Aufbau eines Netzwerks mit wertvollen Kontakten
  • Berufserfahrung sammeln
  • Steigerung der Arbeitsleistung durch neue Fähigkeiten
  • Beitrag zur aktiven Weiterentwicklung deines Arbeitgebers
  • Möglichkeit, Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben und dadurch Lösung einer realen Herausforderung
  • Qualifikation für eine höherwertige Position im Unternehmen
  • Höhere Chancen, bei einer Beförderung berücksichtigt zu werden
Studentin Erfolgsweg

Gibt es auch Nachteile eines Wochenend-Studiums?

Neben all diesen Vorteilen solltest du dir auch über einige Nachteile bewusst sein. Selbstverständlich ist mit einem Studium neben dem Beruf eine zusätzliche Arbeitsbelastung verbunden. Außerdem lassen sich nicht alle Studiengänge berufsbegleitend absolvieren, beispielsweise solche, bei denen zahlreiche praktische Übungen oder Projekte im Mittelpunkt stehen. Wenn du bereits eine abgeschlossene Ausbildung hast, ist eine finanzielle Unterstützung durch BAföG nicht möglich. Da du nicht so viel Zeit mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen verbringst wie bei einem Vollzeit-Studium, ist die Bindung innerhalb der Gruppe schwächer, als wenn du jeden Tag in der Hochschule bist.

Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen

Doch trotz dieser Nachteile lohnt sich ein berufsbegleitendes Studium am Wochenende auf jeden Fall, denn du studierst nicht an jedem Wochenende, sondern lediglich an einigen ausgewählten während des Semesters. In der Phase, in der du deine Abschlussarbeit erstellst und keine Vorlesungen mehr hast, kannst du dir deine Zeit sowieso frei einteilen und bist terminlich kaum gebunden. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind mit einem Studium in jedem Fall viel höher. Außerdem ist es nur eine überschaubare Zeit, in der du diese höhere Arbeitsbelastung hast. Sehr positiv ist außerdem, dass du direkt nach den Vorlesungen mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen ausgehen kannst und an dein Studium in guter Erinnerung behältst.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe.

„Nach meinem Schulabschluss will ich erstmal arbeiten und danach vielleicht noch studieren“ oder „Nach meinem Bachelor will ich erstmal Geld verdienen, später mache ich vielleicht noch einen Master“ – so oder ähnlich lauten die Überlegungen vieler jungen Menschen.

Warum nicht Arbeit und Studium zeitgleich miteinander vereinbaren?

Das eine schließt das andere nämlich nicht aus. Mit einem berufsbegleitenden Studium ist dies problemlos möglich.

Was heißt berufsbegleitend studieren?

Mit einem berufsbegleitenden Studium hast du als Berufstätiger oder als Berufstätige die Möglichkeit, neben dem Beruf zu studieren. Das Studium ist so organisiert, dass es sich auch gut mit einer Vollzeittätigkeit vereinbaren lässt. Es gibt auch Teilzeitstudiengänge, bei denen dir eine verlängerte Regelstudienzeit zur Verfügung steht, du aber dieselben Leistungen erbringen musst wie Vollzeitstudierende. 

Ein berufsbegleitendes Studium setzt keine inhaltliche Verbindung zwischen Beruf und Studium voraus, die Inhalte der beruflichen Tätigkeit werden jedoch häufig berücksichtigt, z. B. bei Projektarbeiten oder Präsentationen.

Welche Arten des berufsbegleitenden Studiums gibt es?

Die häufigsten Varianten eines berufsbegleitenden Studiums sind:

  • Blockstudium 
  • Teilzeitstudium 
  • Abendstudium
  • Fernstudium
  • Wochenendstudium

Blockstudium

Beim Blockstudium besuchst du einmal oder mehrmals pro Semester die Lehrveranstaltungen für mehrere Tage am Stück. Für diese Blöcke musst du dir einige Urlaubstage reservieren. Danach folgen längere Selbstlernphasen.

Berufsbegleitendes Teilzeitstudium

Wenn du aus beruflichen, finanziellen oder persönlichen Gründen nicht in Vollzeit studieren kannst, gibt es die Möglichkeit ein Teilzeitstudium zu absolvieren. Hier musst du pro Semester nur die Hälfte der vorgesehenen Leistungen erbringen, im Gegenzug verlängert sich aber oft deine Regelstudienzeit. Es gibt allerdings auch Modelle, die durch ihre Kompaktheit ohne Zeitverlust zu bewerkstelligen sind. Dazu zählen beispielsweise der berufsbegleitende Master in BWL oder MBA General Management in Karlsruhe. Ein Teilzeitstudium kannst du entweder berufsintegrierend als duales Studium oder komplett berufsbegleitend absolvieren.

Abendstudium

Beim Abendstudium besuchst du die Vorlesungen nach deiner regulären Arbeitszeit ein- bis zweimal pro Woche abends oder ab und zu am Wochenende. Der Präsenzanteil ist in der Regel relativ hoch, und du musst weniger Zeit zu Hause mit dem Selbststudium verbringen.

Fernstudium berufsbegleitend studieren

Beim Fernstudium erhältst du die Studieninhalte zeitlich und räumlich unabhängig vom Lehrenden. Du eignest dir den Lernstoff weitgehend im Selbststudium über digitale Lernplattformen an. Lediglich Prüfungen können – je nach Hochschule – mitunter manchmal in Präsenz stattfinden.

Student im Online-Studium

Wochenendstudium

Bei diesem berufsbegleitenden Studium arbeitest du Vollzeit während der Woche in deinem Job und an ausgewählten Wochenenden studierst du, indem du die entsprechenden Lehrveranstaltungen vor Ort in Präsenz besuchst. Einige Hochschulen bieten auch eine hybride Variante an, bei der du bestimmte Inhalte über Blended-Learning-Konzepte vermittelt bekommst.

Berufliche und persönliche Entwicklung

Ganz egal, für welches dieser Modelle du dich entscheidest, du entwickelst dich auf jeden Fall weiter, denn mit einem berufsbegleitenden Studium erklimmst du das nächste Level auf deiner Karriereleiter, ohne auf den finanziellen Background durch deinen Job zu verzichten. Dadurch kannst du zeitgleich dein berufliches Netzwerk aufbauen, sodass du Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt hast.

Selbstverständlich erfordert ein berufsbegleitendes Studium, wie jedes andere Studium auch immer ein hohes Maß an gutem Selbst- und Zeitmanagement. Doch durch den Austausch mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen hast du Menschen an deiner Seite, die das gleiche Ziel verfolgen wie du. Außerdem lassen dich deine Dozenten und Dozentinnen nicht allein auf deinem Weg, sondern begleiten dich Schritt für Schritt bis zu deinem Studienabschluss.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe.

Wie beginne ich mit meiner Bachelor- oder Masterarbeit?

Du hast dein Thema für deine Bachelor- oder Masterarbeit gefunden, hast deine Gliederung ausgearbeitet, die Forschungsfrage formuliert und Literatur recherchiert – gute Voraussetzungen, um mit dem Schreiben loszulegen. Dennoch schaffst du es nicht, anzufangen und die leere Word-Datei mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen zu füllen. Du bist wie gelähmt, hast Angst vor dem leeren Blatt und fragst dich: Habe ich etwa eine Schreibblockade? Wie kann ich sie bloß lösen?

Zu deiner Beruhigung: Schreibblockaden oder Schreibhemmungen sind Teil eines jeden Schreibprozesses, denn du kannst deine Energie und Motivation nicht ununterbrochen auf einem hohen Level halten. Es wird während der Entstehung deiner Bachelor- oder Masterarbeit immer wieder Phasen geben, in denen deine Motivation niedriger ist und es dir schwer fällt, deine Gedanken zu ordnen und zu Papier zu bringen.

Brenne für dein Thema

Wichtig ist, dass du für dein Thema brennst und du tatsächlich Lust hast, darüber zu schreiben. Mache dir außerdem dein Warum bewusst. Warum willst du dieses Thema bearbeiten? Was genau interessiert dich daran?

Wenn du dennoch zunächst keinen Anfang findest oder dein Schreibprozess ins Stocken gerät, haben wir 7 Tipps für dich, wie du wieder in den Schreibflow kommst.

Tipp 1: Schreiben und überarbeiten strikt trennen

Schreiben ist ein kreativer Prozess, bei dem du Fehler und Lücken zulassen darfst. Deine Sätze müssen nicht auf Anhieb perfekt sein, im Gegenteil. Wenn du ständig sofort an jedem Satz feilst und ihn optimierst, führt das dazu, dass du dich selbst aus dem Schreibflow bringst. Fertige erst einmal einen ersten Entwurf an, ehe du in einem späteren Schritt deinen Text überarbeitest.

Tipp 2: Schreibzeit ist Schreibzeit

Wenn du an deiner Bachelor- oder Masterarbeit schreibst, solltest du auch wirklich schreiben und nichts anderes machen. Das bedeutet, dass du jegliche Ablenkung ausschalten solltest, wie beispielsweise störende Telefonate, Klingeln an der Haustür, Benachrichtigungen auf Social Media oder Personen im Raum, in dem du schreibst. Du solltest wirklich ungestört schreiben können, ohne abgelenkt zu werden.

Tipp 3: Zeitlimit setzen und belohnen

Um nicht dem Perfektionismus zu verfallen, ist es sinnvoll, dass du dir ein selbst festgelegtes realistisches Zeitlimit setzt, um einen bestimmten Abschnitt oder ein Kapitel in einer definierten Zeit zu schreiben. Belohne dich dafür, wenn du es geschafft hast. Wie genau die Belohnung aussieht, legst du selbst fest. Das steigert die Motivation zum Schreiben erheblich und nimmt die Angst vor einem leeren Blatt.

Tipp 4: Mach regelmäßig Pause

Um beim Schreiben voranzukommen, ist es wichtig, sich in regelmäßigen Abständen Pausen zu gönnen, um dann wieder Vollgas geben zu können. Ob es ein Spaziergang, ein kurzes Telefonat, ein Power Nap oder eine Runde Yoga ist, entscheidend ist, dass du dich erholst und Energie auflädst, um mit neuen Gedanken fortfahren zu können. Manchmal kann es auch helfen, den Text ein bis zwei Tage liegen zu lassen und erst dann weiter zu schreiben.

Tipp 5: Über das Schreiben sprechen

Äußerst hilfreich ist es, wenn du dich mit Kommilitonen oder anderen vertrauten Personen über dein Thema austauschst und weitere Impulse bekommst. Wenn du einem anderen deine Gedanken mitteilst, der nicht unbedingt ein Fachmann oder eine Fachfrau auf deinem Forschungsgebiet ist, merkst du schnell, ob derjenige dich versteht oder nicht. Das hilft dir wiederum bei deinem Schreibprozess weiter.

Studentin schreibt im Cafe
Inspiriere dich durch Abwechslung.

Tipp 6: Wechsle das Medium: Papier statt Bildschirm

Wenn dir gerade nichts mehr einfällt, verlasse das Medium Bildschirm und wechsle zum Papier und schreibe dort weiter. Am Computer zu schreiben, lädt geradezu dazu ein, alles sofort zu korrigieren und zu perfektionieren, was jedoch zunächst vermieden werden soll. Am besten, du schreibst einfach drauf los, dann wirst du erkennen, dass es auf Papier viel schwieriger ist, deinen manchmal etwas störenden Perfektionismus durchzusetzen.

Tipp 7: Schreibort wechseln

Die meisten Menschen schreiben an ihrem Schreibtisch, doch manchmal fällt ihnen dort nichts mehr ein. Wechsele doch einfach einmal den Schreibort, indem du beispielsweise bei einem Freund oder einer Freundin schreibst oder dich in den Garten, ein Café oder die Bibliothek setzt. Vielleicht kommen dir ja auch die besten Gedanken in der Sonne mit Blick aufs Meer.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes Bachelor- oder Master-Studium? Lerne uns bei einer Info-Session kennen.

Was ist ein Plagiat?

Wenn du Ideen, Gedanken, ganze Textpassagen oder Strukturen anderer Autoren als deine eigenen darstellst, ohne die exakte ursprüngliche Quelle anzugeben, begehst du geistigen Diebstahl und es liegt ein Plagiat vor. Hast du allerdings die fremden Gedanken einwandfrei als Zitat gekennzeichnet, bist du auf der sicheren Seite und hast korrekt gearbeitet. Es besteht also beim wissenschaftlichen Arbeiten eine Zitierpflicht, denn die Werke anderer Autoren und Autorinnen sind urheberrechtlich geschützt. Ihr Nutzen für wissenschaftliche Zwecke ist zulässig, sofern die Quelle genannt wird. Außerdem ist eine Anforderung an wissenschaftliche Texte die Nachprüfbarkeit von Aussagen. Dies ist den Lesern und Leserinnen nur dann möglich, wenn die Quelle so bezeichnet ist, dass sie Aussagen nachschlagen können.

Wo sind Plagiate relevant?


Plagiate können sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch künstlerische Werke oder Filme betreffen. In den Medien haben diverse Plagiatsaffären von Politikern für Schlagzeilen gesorgt. Einer der bekanntesten Fälle ist der des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, dem die Universität Bayreuth aufgrund von zahlreichen Plagiaten in seiner Dissertation nachträglich den Doktortitel aberkannt hat. Angesichts des öffentlichen Drucks trat Guttenberg schließlich zurück. Auch die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan verlor ihren Doktortitel wegen nachgewiesenen Plagiaten in ihrer Dissertation.

Welche Arten von Plagiaten gibt es?

Copyright statt Copy Paste
No Copy-Paste, please.

Folgende Arten von Plagiaten lassen sich unterscheiden

  • Vollplagiat: Du gibst ein komplettes Werk eines anderen als dein eigenes aus, ohne es zu kennzeichnen
  • Teilplagiat: Du übernimmst ganze Textpassagen einer Quelle wörtlich, ohne den Urheber der Quelle zu nennen
  • Übersetzungsplagiat: Du übersetzt einen fremdsprachlichen Text wörtlich und kennzeichnest ihn nicht als Zitat
  • Strukturplagiat: Du übernimmst die komplette Gliederung einer fremden wissenschaftlichen Arbeit
  • Selbstplagiat: Du verwendest Textteile aus einer oder mehreren deiner eigenen Veröffentlichungen, z. B. übernimmst du in deiner Masterarbeit Teile aus deiner Bachelorarbeit oder in deiner Bachelorarbeit Teile aus einer Hausarbeit, ohne diese Passagen mit der Quelle zu versehen
  • Paraphrasieren: Wenn du eine Textpassage nicht wortwörtlich übernimmst, sondern paraphrasierst, ohne die Quelle anzugeben, zählt dies als Plagiat

Darüber hinaus zählt als wissenschaftliches Fehlverhalten auch, wenn bei Studiendaten gefälscht oder Antworten bei einer qualitativen Befragung erfunden werden.

Was passiert bei einem Plagiat?

Ein Plagiat zu begehen, ist keineswegs ein Kavaliersdelikt, sondern kann als Gesetzesverstoß eingestuft werden und ernstzunehmende Konsequenzen nach sich ziehen. Schließlich versicherst du mit deiner eigenhändigen Unterschrift in der Eigenständigkeitserklärung, dass du die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegeben Quellen und Hilfsmittel benutzt hast. Deshalb solltest du dir gut überlegen, ob du deine wissenschaftliche Arbeit von einem Ghostwriter schreiben lässt, auch wenn er dir erklärt, dass er dir nur einen „Vorschlag“ macht, wie deine Arbeit aussehen kann. Mit Blick auf die Eigenständigkeitserklärung zählt auch das als Plagiat.

Wie die jeweilige Universität oder Hochschule mit Plagiaten umgeht, ist unterschiedlich. Die Arbeit gilt in jedem Fall als nicht bestanden und Du musst von vorne beginnen. Schlimmstenfalls kann es auch zu Geldstrafen oder zur Zwangsexmatrikulation kommen.

Wie vermeidest du Plagiate?

Nicht immer entstehen Plagiate absichtlich. Sie können durchaus auch aus Versehen zustande kommen. Damit dir das nicht passiert, lässt du deine Arbeit nach der Fertigstellung am besten online auf Plagiate überprüfen. Doch schon beim Schreiben kannst du einiges beachten, um auf der sicheren Seite zu sein:

  • Du recherchierst in mehreren Quellen und zitierst nicht über weite Passagen nur aus ein und derselben Quelle
  • Du verwendest einen persönlichen Schreibstil mit individuellen Formulierungen
  • Du kennzeichnest direkte und indirekte Zitate und nennst die jeweiligen Quellen
  • Du achtest beim Paraphrasieren darauf, eigene Worte zu verwenden, ohne den Inhalt zu verfälschen

Wenn du dich also beim wissenschaftlichen Arbeiten nicht mit fremden Federn schmückst, sondern sämtliche Passagen, die nicht von dir stammen, mit den entsprechenden Quellen kennzeichnest, kann dir nichts passieren und du wirst Freude am Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten haben. Sobald Du eine Arbeit verfasst hast, gilt natürlich auch umgekehrt für Dich: Deine Arbeit, Dein geistiges Eigentum.

Bei einem Bachelor- oder Master-Studium mit GoVersity lernst Du alles darüber, wie wissenschaftliche Arbeiten korrekt verfasst werden und wie Du dich vor Plagiaten schützt.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht und meine Antwort auf die Frage: Lohnt sich ein Master?

Abitur, was dann?

Wie die meisten jungen Menschen stand auch ich nach dem Abitur vor der Frage: Was kommt danach? Für mich stand schon früh fest, dass ich gerne studieren möchte, aber wie, was und wo, wusste ich nicht. Den ersten Gedanken Jura zu studieren, verwarf ich schnell und versuchte akribisch den geeigneten Bachelor zu finden. Bei der Breite an Angeboten war das gar nicht so einfach. Das hat sich in meinen Augen auch nicht geändert, im Gegenteil. Irgendwann reifte in mir die Idee meinen Bachelor in einem dualen Studium zu absolvieren. Berufliche Erfahrung, akademische Ausbildung auf hohem Niveau, das Lernen in kleinen Gruppen und modernen Räumlichkeiten hörten sich für mich perfekt an. Nach einigen Bewerbungen in verschiedenen Unternehmen, bekam ich eine Zusage, eine großartige Chance, die ich bis heute nicht bereue.

Nächste Station: Bachelor

Die Bachelorstudienzeit verging für mich wie im Flug, 3 Jahre Studium und alle 2 Monate der Wechsel zwischen akademischer und beruflicher Ausbildung, waren für mich eine ideale Kombination. Es kam mir nie Langeweile auf und ich hatte durch die ständigen Wechsel vielseitige und spannende Themen, die mich beschäftigten. Auch wenn das Studium in der kurzen Zeit mit einem hohen Anspruch verknüpft war, wurden durch sehr gute Organisation, persönliche Betreuung und kleine Studiengruppen, der Grundstein für einen erfolgreichen Abschluss gelegt.

Nach 3 Jahren hatte ich es dann geschafft und den Bachelor in der Tasche und wieder stellte sich die Frage: Was nun? Ich hatte verschiedene Optionen: in meinem Unternehmen bleiben und Vollzeit arbeiten, das Unternehmen zu wechseln und eine neue Herausforderung suchen, einen Vollzeit-Master beginnen, oder, oder, oder…

Vom Bachelor zum Master

Was bringt der Master?

Für mich war schnell klar das kann es noch nicht gewesen sein. Trotz solidem BWL-Grundstudium wollte ich mehr wissen und noch mehr lernen und eine komplette Ausbildung abschließen. Aber ich wollte auch internationale Erfahrung sammeln. So führte mich mein Weg nach Kanada, genauer nach Toronto, wo ich meine Zeit an einem College verbrachte und das Land bereiste. Zurück in Deutschland wollte ich meine Pläne aufgreifen und mit einem Master beginnen. Auch hierbei ist das Angebot am Markt riesig und den richtigen Master zu finden erwies sich als große Herausforderung. Mir war wichtig, dass ich einen internationalen Bezug und berufliche Erfahrungen kombinieren konnte. Ausschlaggebend dafür war ein universitärer und vor allem internationaler Master-Abschluss sowie spannende Inhalte. Wichtig waren für mich außerdem kleine Studiengruppen, persönliche Betreuung und die Möglichkeit berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Auch die Zeit im Master-Studium verging superschnell und ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde. Trotz einer intensiven und anspruchsvollen Zeit war das Studium auch neben dem Beruf sehr gut machbar. Die Betreuung währender der Zeit persönlich und immer freundlich. Darüber hinaus fanden rund um das Studium coole Networking Events für Young Professionals statt. Eine tolle Möglichkeit, das eigene Netzwerk zu erweitern und neue Leute kennenzulernen.

Lohnt sich ein Master?

Für mich war es sehr wichtig den Master zu machen, um möglichst viel Wissen für meinen Beruf zu sammeln. Außerdem sehe ich den Master als notwendig an, um keine Grenzen in meiner Laufbahn zu haben, da ich alle akademischen Voraussetzungen erfüllt habe. Natürlich spielte in meinen Überlegungen auch der finanzielle Aspekt eine Rolle. Die Möglichkeit, höhere Gehälter zu realisieren und mich am Arbeitsmarkt abzuheben sind entscheidende Pluspunkte. Auch der internationale Aspekt hat mich auf eine internationale Karriere vorbereitet und ich habe mein Englisch nochmal auf ein höheres Niveau heben können. Würde ich daher einen Master empfehlen? Definitiv, der Master war für meine Entwicklung der beste Schritt und hat mich persönlich und fachlich enorm weitergebracht! Ich kann also bestätigen: ein Master zahlt sich fast immer aus.

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Wie Du es schaffst, Dich mit Deinen Zielen in Einklang zu bringen.

Kennst Du das Gefühl von Prüfungsangst, hohen Erwartungen oder Unsicherheit, was Deine Zukunft angeht?

Keine Sorge, damit bist Du nicht allein. Ich behaupte sogar, dass jeder diese Art von Gedanken in seinem Leben phasenweise hat. Besonders bei jungen Menschen beobachte ich immer wieder, dass sie nicht genau wissen, wie sie mit größeren anstehenden Herausforderungen umgehen sollen. Das Studium spielt hier eine besondere Rolle, da sie eine neue Lebensphase einleitet.

Falls Du Dich in dieser Situation befindest, sollen Dir die nachfolgenden Grundregeln für ein erfolgreiches Studium dabei helfen, Deine Studienzeit (und sogar Dein Leben darüber hinaus) zu meistern.

Grundregel #1: Sei positiv und nutze Deine Stärken

Auch wenn Du manchmal vor lauter Lerninhalten und Klausurterminen nicht weißt, wo Dir der Kopf steht, übertreibe es nicht. Sage Ja zu Disziplin, aber Nein zu Dauerstress. Mit einer positiven Einstellung und guten Lernroutinen (siehe Grundregel #2) wirst Du viel eher Deine Aufgaben bewältigen, als wenn Du Dir die Nacht um die Ohren schlägst und bis zur letzten Minute vor der Klausur büffelst (der Klassiker…).

Sei Dir Deiner Stärken bewusst, gehe Herausforderungen mit Mut und Leichtigkeit an und kultiviere positive Glaubenssätze (z.B. “Ich schaffe das, auch wenn es schwierig erscheint!”). Halte es genau so mit Deinen Freunden und Kommilitonen. Das erzeugt eine positive Atmosphäre, die den Zusammenhalt, die Laune und Lernbereitschaft stärkt.

Wenn Du einmal etwas nicht verstehst, denke niemals “ich bin zu dumm dafür”. Versuche unterschiedlich an die Dinge heranzugehen, die Dir Schwierigkeiten bereiten. Tausche Dich mit anderen aus, sprich Deine Dozenten an oder suche nach alternativen Erklärungen im Internet.

Verstehe, dass Intelligenz keine unveränderliche Eigenschaft darstellt. Wie wichtig in diesem Zusammenhang unsere innere Einstellung ist, zeigt eine aktuelle Studie. Kurz gefasst, kommt sie zu dem Ergebnis:

Wenn Du über Dich selbst denkst, Du wirst klüger, wirst Du auch klüger.

Welcher Lerntyp bist Du

In der Lernpsychologie werden verschiedene Lernstile unterschieden. Finde heraus, wie Du am Besten lernst – ob durch Hören, Lesen, die Nutzung von Karteikarten, wiederholtes Aufschreiben oder die Kombination daraus.

Erlaube Dir vor allem, Spass am Lernen zu haben. Der Austausch mit anderen und kleine Belohnungen können das fördern. Gönne Dir zum Beispiel nach einem erfolgreichen Lerntag oder einer Prüfung einen Kinobesuch, ein gutes Essen mit Freunden oder ein sportliches Workout (mein persönlicher Favorit!).

Grundregel #2: Schaffe Dir Freiräume durch eine Lernstrategie, Planung und Routinen

Um in unserem Leben voranzukommen, müssen wir in der Lage sein, unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen immer wieder zu überdenken und wenn nötig anzupassen. Im Studium gehört dazu insbesondere die Entwicklung einer langfristigen Lernstrategie.

Grundsätzlich hast Du zwei Möglichkeiten, Dein Studienpensum zu bewältigen:

  1. Du beschäftigst Dich damit, wenn Deine Zeit es Dir erlaubt, Du es gerade für richtig hältst oder die Sache es unbedingt erfordert.
  2. Du entscheidest Dich dafür, Dich frühzeitig und regelmäßig Deinen Aufgaben zu widmen.

Der erste Herangehensweise ist die automatische, diejenige, welche wir verwenden, wenn wir uns keine Gedanken über unsere Lernstrategie machen.

Die zweite Methode erfordert planerisches Denken und Handeln. Und sie hat einen entscheidenden Vorteil: Durch regelmäßiges Lernen verschaffst Du Dir auf lange Sicht einen sich selbst verstärkenden Wachstumseffekt beim Ausbau Deines Wissens und Deiner Fähigkeiten.

Spontanes und regelmaessiges Lernen
Verstärkter Wachstumseffekt durch regelmäßiges Lernen

Je mehr Du über ein bestimmtes Thema weisst, desto besser und schneller ist Dein Gehirn in der Lage, neues Wissen aufzunehmen.

Die Theorie ist einleuchtend und Dir vielleicht nicht neu.

Die Herausforderung für die zweite Variante besteht tatsächlich darin, Dich bewusst dafür zu entscheiden und mehrere Wochen in diesem Modus durchzuhalten bis Deine Lern- und Wiederholungsphasen zur Routine werden. Es ist wie beim Sport: anfangs ist der innere Schweinehund am schwersten zu überwinden. Die Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als die Intensität.

Der Umgang mit großen Aufgaben

Doch was, wenn ein großes, kniffliges und scheinbar nicht zu bewältigendes Projekt vor Dir liegt? Mit welcher Aufgabe fängst Du sinnvollerweise an?

Je größer eine Herausforderung ist, desto wichtiger ist es, sich im Vorfeld mit der Planung und Strukturierung zu befassen.

Ein einfaches Rezept, wie Du zum Beispiel eine Seminar- oder Studienarbeit über ein komplexes Thema angehen kannst, lautet wie folgt:

  1. Verschaffe Dir zunächst einen Überblick über mögliche Inhalte, z.B. durch Querlesen von Artikeln und Büchern.
  2. Teile dann Deine Arbeit in Kapitel ein und überlege Dir passende Überschriften.
  3. Sammle Stichworte pro Kapitel, die thematisch aufeinander aufbauen und Dir eine Vorlage für die spätere Ausarbeitung liefern.

Planung und Routinen

Im Voraus jeden Tag im Detail zu planen ist oft unmöglich und wird der Dynamik unserer Umwelt nicht gerecht. Konzentriere Dich stattdessen auf die Planung der jeweils kommenden Woche. Auch wenn sich die Dinge einmal ändern, hast Du zumindest eine Struktur, an der Du Dich orientieren und bei Bedarf tageweise umdisponieren kannst.

Du kannst Dir zusätzliche Freiräume schaffen, wenn Du Dir das Ziel setzt, den Nutzen von Vorlesungen und Seminaren voll auszuschöpfen. Statt die Gedanken abschweifen zu lassen und den Anschluss zu verpassen (“das hole ich alles später nach”), beteilige Dich aktiv und mache Dir Notizen. Beschränke Dich dabei auf die wichtigsten Punkte, damit Du der Vorlesung weiter aufmerksam folgen kannst.

Wenn möglich, bereite Dich auf den Unterricht vor. Was viele nicht wissen: es reichen schon ein paar Minuten, um das Lernverständnis deutlich zu erhöhen. Dein Gehirn merkt sich Dinge leichter, die es bereits einmal gesehen hat.

Gewöhne Dir an, Deine Aufgaben, Verpflichtungen und Termine aufzuschreiben – und zwar an einem Ort, z.B. in einer App auf Deinem Smartphone. Das gibt Dir die Sicherheit, nichts zu vergessen. Kümmere Dich regelmäßig (am Besten täglich) um die Abarbeitung. Auch spontane Ideen, Gedanken oder Fragen, die Dich beschäftigen, kannst Du auf diese Weise festhalten. Viele tolle und kostenlose Tools unterstützen Dich dabei, z.B. Google Kalender oder Google Keep.

Grundregel #3: Nutze die Kraft des Flows

Wenn Du alleine lernst, ist es Dein Ziel, den in der Psychologie und Glücksforschung als “Flow” bezeichneten Zustand der völligen Konzentration und Produktivität, zu erreichen. Wir alle kennen ihn, unternehmen aber oft zu wenig, um ihn zu fördern.

Lernen im Flow

Bevor Du mit Deiner Lerneinheit beginnst, stelle sicher, dass Du Dich in einer Umgebung befindest, in der Du Dich auf Deine anstehende Aufgabe fokussieren kannst. Schalte Dein Handy aus, pack es in eine Kiste, verschließe die Kiste und wirf den Schlüssel weg! Im Ernst, so weit musst Du nicht gehen, aber sorge dafür, dass WhatsApp, Facebook und Co. nicht alle zwei Minuten Deine Aufmerksamkeit einfordern. Denn das ist der absolute Konzentrationskiller.

Setze Dir für die anstehende Lern-Session konkrete Ziele. Was genau willst Du heute erreichen und in welchem Zeitrahmen? Was ist Pflicht und was ist Kür? Setze Dir herausfordernde, unbedingt aber erreichbare Ziele.

Sei Dir dessen bewusst, dass wir Menschen nicht über die Fähigkeit zum Multitasking verfügen. D.h. arbeite Deine Aufgaben nacheinander ab – versuche es nicht gleichzeitig.

Hüte Dich davor, Deinem größten Feind, dem sogenannten Studentensyndrom zu unterliegen und den Beginn Deiner Arbeit immer weiter aufzuschieben oder sie unnötig zu unterbrechen (auch bekannt als Prokrastination). Nutze Zeitmanagement-Techniken, um Dir einen entsprechenden Orientierungsrahmen dafür zu geben. Hierzu zählt beispielsweise die Pomodoro-Methode, welche Arbeitseinheiten von 25 Minuten mit definierten kurzen und längeren Pausen vorsieht.

Falls Du dennoch Schwierigkeiten hast, Dich auf Deine Aufgaben zu konzentrieren, hilft Dir vielleicht Grundregel #4 weiter.

Grundregel #4: Sorge für körperlichen und geistigen Ausgleich

Oft wird das Gehirn mit einem Muskel verglichen, weil es geistiges Training erfordert, um besser zu funktionieren. Der Vergleich ist allerdings nicht ganz passend, denn auch durch körperliches Training verbessern sich Deine kognitiven Fähigkeiten! Das gilt für alle Sportarten mit hoher körperlicher Aktivität.

Eine Vielzahl an Untersuchungen belegt den positiven Einfluss von regelmäßigem Sport (d.h. zwei bis drei Mal pro Woche):

  • Konzentrationsfähigkeit: Du bist in der Lage, Gedanken besser zu verfolgen und Ablenkungen zu ignorieren.
  • Gedächtnisleistung: Das Zellwachstum des Hippocampus wird stimuliert, das fördert Deine Lern- und Merkfähigkeit.
  • Kreativität: Schon ein Spaziergang hilft Dir bei der Findung neuer Ideen und Lösungswegen.
  • Stimmung: Die Ausschüttung von Endorphinen steigert das Glücksempfinden.
Unser Körper und Geist lieben Sport.

Nutze diese Effekte für Dich und sorge deshalb dafür, dass Dein Lieblingssport einen festen Platz in Deinem Wochenplan hat, mindestens 2,5 Stunden pro Woche, verteilt auf mehrere Tage.

Wusstest Du, das körperliche und geistige Anspannung zusammenhängen? Wer körperlich vollkommen entspannt ist, empfindet praktisch keinen mentalen Stress oder Nervosität. Die sogenannte progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist beispielsweise eine effektive Übung, um körperliche Anspannung abzubauen und dadurch auch geistig zu entspannen. Probiere es einfach mal aus, zum Beispiel mit dieser geführten Anleitung auf YouTube.

Aber auch einfache Atem- und Meditationsübungen haben erstaunliche Auswirkungen auf Dein Wohlbefinden und helfen sogar gegen akuten Stress. Versuche es zum Beispiel mit der 4-6-8-Methode:

  1. Atme langsam und tief durch die Nase ein während Du auf 4 zählst.
  2. Halte den Atem an und zähle bis 6.
  3. Atme langsam durch den Mund aus und zähle dabei bis 8.
  4. Wiederhole die Schritte 1-3 insgesamt fünf Mal.

Es gibt zahlreiche weitere Maßnahmen, die für Deine körperliche und geistige Ausgeglichenheit sorgen. Hier sind die wichtigsten:

  • Sorge stets für ausreichend Schlaf, damit Dein Gehirn die Möglichkeit hat, das Gelernte zu verarbeiten.
  • Achte auf gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und trinke ausreichend Wasser (2 bis 3 Liter pro Tag), um einen Leistungsabfall Deines Gehirns zu verhindern.
  • Ergänze Deinen Sport um entspannende Freizeitaktivitäten wie Yoga, Schach oder Musik.

Grundregel #5: Überwinde Deine Ängste und Blockaden

Hat sich Dir schon einmal eine Chance offenbart, wovon Du Dir heute wünschst, sie ergriffen zu haben? In solchen Situationen haben Dich wahrscheinlich innere Ängste oder Blockaden davon abgehalten, im entscheidenden Moment einen mutigen Schritt nach vorn zu machen.

Formen und Ursachen von Ängsten

Ängste können sehr vielfältig sein und in Form von hinderlichen Denk- und Verhaltensmustern (psychische Blockaden) unser ganzes Leben prägen. Beispiele für solche Ängste sind:

  • Eigenen oder fremden Erwartungen nicht gerecht zu werden.
  • Bei einer wichtigen Aufgabe oder Prüfung zu versagen.
  • Falsche Entscheidungen zu treffen.
  • Sich öffentlich zu präsentieren und zu blamieren.
  • Von anderen als unsympathisch oder inkompetent wahrgenommen und ausgegrenzt zu werden.

Angst ist eigentlich ein evolutionärer Schutzmechanismus, der tief in uns steckt – das Gefahren-Frühwarnsystem unserer Vorfahren. Im modernen Leben mit Studium und Management-Karriere sind unsere Ängste aber meist wenig hilfreich. Es lauert kein Raubtier hinter jeder Ecke und ein Ausschluss aus einer sozialen Gruppe bedeutet nicht unser Ende. Hinzu kommt, dass frühere Erfahrungen, besonders in unserer Kindheit, das prägen, wovor wir uns fürchten, und unser Selbstvertrauen lange Zeit einschränken.

Stärkung des Selbstvertrauens

Folgende Methoden und Tipps helfen Dir, Dein Selbstvertrauen zu stärken und Deine Blockaden zu überwinden:

Überwindung schafft Möglichkeiten.
  • Sammle Deine Erfolgserlebnisse (auch wenn sie klein sind), gedanklich oder in einem “Erfolgstagebuch”. Sei stolz auf Deine Errungenschaften. Überlege, welchen Deiner Stärken Du Deine Erfolge zu verdanken hast. Stelle Dir vor, wie Du sie zukünftig bei neuen Herausforderungen gewinnbringend einsetzen kannst.
  • Reflektiere Dein Handeln täglich (zum Beispiel kurz vor dem Schlafen gehen) und erfahre dadurch fortwährend mehr über Dich selbst. Verurteile Dich dabei nicht, sondern versuche, Deine Glaubenssätze zu identifizieren.
  • Akzeptiere sowohl Erfolg als auch Misserfolg als Teil Deines Lernprozesses. Wenn Du das Gefühl hast, etwas verpatzt zu haben, analysiere die Ursachen dafür und schreibe sie auf. Arbeite an den Punkten, die für den Misserfolg verantwortlich sind und mach es beim nächsten Mal besser (zum Beispiel mehr Zeit für die Klausurvorbereitung einplanen).
  • Sei offen für Entscheidungen, selbst wenn sie mit einer gewissen Unsicherheit verbunden sind (zum Beispiel ein Umzug ins Ausland oder Wechsel des Studiengangs). Betrachte die Möglichkeiten und Chancen, die sich hinter jeder Entscheidung verbergen. Denke daran, dass es für nichts eine Erfolgsgarantie gibt.
  • Falls Du einen Hang zum Perfektionismus hast, hinterfrage ihn. Verinnerliche das Pareto-Prinzip: 80 Prozent einer Aufgabe lassen sich meist mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreichen.
  • Habe keine Angst, die falschen Fragen zu stellen. Dafür gibt es nämlich keinen Maßstab.
  • Auch wenn Dein erster Impuls Dir sagt “das klappt sowieso nicht”, bewirb Dich um das Stipendium, Praktikum oder Deinen Traumjob. Trau Dich einfach!

Grundregel #6: Erfahre Synergie durch Gemeinschaft und Mentoren

In der Gemeinschaft sind wir stark.

Das gilt nicht nur für Mannschaftssportarten wie Fußball, sondern auch in fast allen anderen Lebenslagen. Soziale Bindungen prägen unsere Persönlichkeit von Geburt an. Trotz digitaler Revolution – oder sogar gerade deshalb – spielt der Austausch mit anderen, die soziale Interaktion, eine wichtige Rolle in Deiner Entwicklung. Sie gibt uns Gelegenheit unsere Gedanken und Ideen zu teilen, Feedback von anderen zu erhalten und unsere soziale Fähigkeiten zu trainieren, was beim Selbststudium nicht möglich ist.

Chancen in einer engagierten Community

Die persönliche Zusammenarbeit mit Kommilitonen, Dozenten oder Mentoren kann erheblich zu Deinem Studienerfolg beitragen. Und nebenbei erhöht es natürlich den Spassfaktor! Nutze deshalb die Möglichkeit im Studium, Dich einer engagierten Community anzuschließen und Dir ein privates und professionelles Netzwerk aufzubauen.

Gruppe junger Menschen
Mehr Freude und Lernerfolg in der Gruppe

Ergreife die Chancen, die sich Dir durch die Arbeit in einer sozialen Gruppe eröffnen:

  1. Bearbeite und löse komplexe Aufgaben gemeinschaftlich. Die damit verbundenen Interaktionen mit den anderen verbessern Deine Problemlösungskompetenz, Team- und Durchsetzungsfähigkeit sowie Kreativität.
  2. Nimm aktiv an Seminaren und Gruppendiskussionen teil und trainiere dadurch Deine verbalen und non-verbalen Kommunikationsfähigkeiten.
  3. Auch wenn es Dich Überwindung kostet: nutze die Gelegenheit, Deine Ideen und Arbeitsergebnisse vor anderen zu präsentieren und konstruktives Feedback zu erhalten. Mit jedem Mal wird es Dir leichter fallen.
  4. Versuche stets offen zu sein für neue Vorschläge und Herangehensweisen – selbst wenn sie außerhalb Deiner eigenen Ideenwelt liegen und Dir zunächst fremd erscheinen.
  5. Unterstütze andere, in Lerngruppen oder auch als Tutor. Selbst etwas zu erklären und Fragen zu beantworten intensivieren Dein eigenes Verständnis im Themengebiet.

“Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, hat man es nicht verstanden.”

Albert Einstein

Mentoring – Vorteile für beide Seiten

Vielleicht hast Du schon einmal erlebt, wie ein Mensch, der sein Fach außergewöhnlich gut beherrscht und leidenschaftlich davon erzählt, seinen Enthusiasmus und Begeisterung auf andere übertragen kann? So jemand ist der ideale Mentor für Dich.

Was verbirgt sich hinter dem Mentoring? Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung stärkt ein guter Mentor Deine Leistungsmotivation, gibt Dir sein Wissen weiter und regelmäßig Feedback zu Deiner individuellen Entwicklung. Er hilft Dir außerdem dabei, ein eigenes Netzwerk aufzubauen und Deine Karriereziele schneller zu erreichen. Eine gute Mentor-Mentee-Beziehung sollte längerfristig ausgelegt sein. Erst dann können sich die Vorteile für beide Seiten entfalten.

Halte deshalb Ausschau nach Möglichkeiten einen erfahrenen und engagierten Mentor für Dich zu gewinnen. Stelle Dir vorab folgende Fragen:

  • Warum sollte sie bzw. er ausgerechnet Dich als Mentee betreuen?
  • Welche Interessen hast Du? Hast Du kreative Ideen?
  • Was erwartest Du von ihr bzw. ihm und was kannst Du in die Beziehung mit einbringen (zum Beispiel eine hohe Lernbereitschaft und Motivation)?

Pro-Tipp: Ergreife die Initiative, und biete Dich selbst als Mentor an (beispielsweise für Studienanfänger oder Schüler) und werde zum Vorbild für Deine Mentees.

Grundregel #7: Entfessle Deine innere Motivation

Kennst Du den Unterschied zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation?

Viele unserer Motivationsfaktoren sind von außen gesteuert. Sie sind auf die Erreichung kurzfristiger Ziele, positiver Reize oder Belohnungen (z.B. Geld) oder auch auf die Vermeidung negativer Konsequenzen ausgelegt. In der Kognitionspsychologie wird dies als extrinsische Motivation bezeichnet.

Im Gegensatz dazu, kommt die intrinsische Motivation aus uns selbst heraus. Wir tun Dinge ohne den Ausblick auf äußere Belohnungen, einfach um der Sache selbst willen und weil sie uns Freude bereiten (zum Beispiel einen Film sehen, ein Buch lesen oder die Teilnahme an einem Vereinssport).

Wann hast Du das letzte Mal etwas getan, weil Dir eine kurzfristige Belohnung in Aussicht gestellt war? Und wann, weil Dir die Sache an sich wirklich Spass gemacht hat?

Nur intrinische Motivation führt langfristig zu Erfolg

Was die Erreichung langfristiger Ziele betrifft, spielt die intrinsische Motivation eine viel bedeutendere Rolle. Kurzfristig können uns externe Belohnungen zwar zu Leistungen anspornen (zum Beispiel auf eine Klausur lernen). Wenn wir aber nur extrinsisch motiviert sind, leidet langfristig die Qualität von dem was wir tun (wir lernen zwar, vergessen aber schnell wieder).

Mache Dein Handeln deshalb unabhängig von Belohnungen und kurzfristigen Anreizen. Löse Dich von Vermeidungsstrategien (“Ich lerne, weil ich einfach keine schlechte Note haben will.”).

Kultiviere stattdessen Denk- und Verhaltensweisen, die Deine intrinsische Motivation stärken:

  • Ziele und Herausforderungen: Verfolge Ziele mit einer für Dich persönlichen Bedeutung, weil sie positive Emotionen in Dir auslösen.
  • Kontrolle: Sei Dir der Verantwortung für Dein eigenes Leben bewusst. Nur Du hast die Kontrolle über Dein Handeln und Dein Denken (denke “ich will” statt “ich muss”). Selbstbestimmtheit ist ein starker intrinsischer Motivationsfaktor.
  • Anerkennung: Wenn Du etwas erreicht hast, teile Deinen Erfolg mit anderen (besser persönlich als über soziale Medien, und ohne dabei anzugeben). Positives soziales Feedback stärkt Deine Motivation, sollte aber nicht der einzige Antrieb sein, sonst ist sie extrinsisch.
  • Neugierde: Begib Dich in Situationen, die Deine Neugierde erwecken und suche nach Inspiration (zum Beispiel ein neues Umfeld oder besuche Events). Das stimuliert Deine kognitive Bereitschaft, Neues zu Lernen.
  • Zusammenarbeit und Wettbewerb: Versuche anderen zu helfen und tritt in Wettbewerb – aber nicht mit ihnen, sondern mit Dir selbst. Das fördert Deine innere Motivation. Suche deshalb nach Möglichkeiten, Dich selbst immer wieder herauszufordern. Bevorzuge Lerngruppen mit kooperativen Mitgliedern.

Warum das Warum so wichtig ist.

Viele junge Menschen konzentrieren sich entweder auf die Frage was sie tun sollen oder wie sie etwas tun sollen.

Dabei ist das Warum, den Grund für unser Handeln und unsere vermeintlichen Ziele zu kennen, wichtiger als das Was und Wie. Stelle deshalb zuerst die Frage nach dem Warum, dann erst, welche Dinge und auf welche Weise sie anzugehen sind. Warum möchtest Du eigentlich studieren? Warum möchtest Du Karriere machen?

Diese Fragestellung führt Dich zu einem tieferen, reflektierterem Denken und aktiviert Deine Emotionen. Sie hilft Dir dabei, zu Deinen Glaubenssätzen, Deinem Selbstbild und zu Deinen ganz persönlichen Zielen zu finden.

Wer bist Du, wer möchtest Du werden und was möchtest Du in Deinem Leben erreichen? Traue Dich zu träumen, aber leite daraus erreichbare Zwischenziele (das Was) ab. Konzentriere Dich dann darauf, wie Du den nächsten Schritt erreichen willst. Die in diesem Artikel beschriebenen Grundregeln helfen Dir hoffentlich dabei.

Genieße Dein Studium und lass es einen wunderbaren Abschnitt in Deinem Leben werden, auf den Du später gerne zurückblickst. Denn auch der Weg ist das Ziel.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes Studium? Erfahre mehr über das Bachelor– und Masterangebot der GoVersity.