Alles rund um das Thema Studium – Bachelor, Master oder MBA.

Du interessierst Dich für das Metaversum und würdest gerne etwas in diesem Bereich studieren? Dann ist der Bachelor-Studiengang Digital Games Business genau das Richtige für Dich. Wenn Du Dich jetzt fragst, was Metaverse mit Digital Games Business zu tun hat, dann erklärt Dir Studiendekan Prof. Dr. Giovanni Vindigni die Zusammenhänge nachfolgend im Detail:

 

Im Rahmen einer Forschungspromotion wurden neben 712 empirischen Probanden, d. h. sogenannte ‚Gelegenheitsgamer‘ (m/w/d) mit Wohnsitz in Deutschland und rückgekoppelt Führungskräfte aus dem Games Biz zu verschiedenen Kontextfaktoren rund um die Zukunft der deutschsprachigen Games-Industrie befragt, darunter ebenfalls zur Fragestellung, wie sie das sich ständig weiterentwickelnde und emergente Metaversum (engl. Metaverse) einordnen. Da sich dieser cyberphysikalische und immersive Lebens- und Wirkraum noch im Anfangsstadium befindet und inhaltlich Aspekte wie u. a. organisationale Partizipation, Antizipation, informationstechnologische Architektur, Fragen zur Spielemechanik und -theorie etc. seitens der Experten sehr unterschiedlich aufgefasst wurden, stellt sich für den Laien durchaus die berechtigte Fragestellung, wie die Funktionsweise dieses medientechnologischen Phänomens sowohl gedeutet als auch nach außen überhaupt kommuniziert werden kann.  

Was verbindet die Metaverse (engl.) im Kern überhaupt mit dem Games Biz? 

Metaverse ist eine interaktive virtuelle 3D-Welt, die auf den cyberphysikalischen Prinzipien des Web 3.0 aufbaut und darauf abzielt, den Verbrauchern ein ganzheitliches, hörbar-, sichtbar- und erlebbares 3D-Unterhaltungserlebnis immersiv zu bieten. Die Experten stimmten überein, dass das Games Biz in der jetzigen Phase des Metaversums eine relevante Rolle in der neuen Ära des Internets gegenwärtig einnimmt und weiterhin auch zukünftig einnehmen wird. Game Developer, Publisher, Streaming-Anbieter und Gamer (m/w/d) gehen davon aus, dass das Games Biz in der gegenwärtigen Freizeit- und Arbeitswirklichkeit die eigentliche Triebkraft hinsichtlich der Invention (fachbegrifflich eine Erfindung bzw. Entwicklung, die noch keine prozessuale oder normative Innovation darstellt) des Metaversums ist. Einigkeit äußerten die Experten auch dahingehend, dass prognostisch davon ausgegangen werden sollte, dass sämtliche Unternehmen aller Wirtschaftssegmente sich in naher Zukunft eine Metaversum-Präsenz werden aufbauen müssen, um ökonomisch und mit Blick auf ihre Zielgruppen organisational überhaupt anschluss- sowie handlungsfähig zu bleiben. 

In der Vergangenheit haben bereits diverse Game Developer in Co-Produktion erste Prototypen des Metaversums entwickelt. Diese Tatsache allein unterstreicht, dass ihre Position als o. g. Inventoren branchenübergreifend bekannt ist. So haben beispielsweise die sehr erfolgreichen Games wie u. a. Minecraft oder das Free-to-Play-Game Fortnite sowie die branchenetablierte Online-Spieleplattform Roblox zahlreiche Aspekte des Metaversums integriert, darunter virtuelle Welten, in denen sich Gamer zum Spielen und zum Aufbau einer Community treffen sowie synchron netzsoziale Kommunikationsfunktionen des Austauschens innerhalb des Games nutzen können. 

Zunehmend offerieren zahlreiche Games-Unternehmen spielinterne Zahlungssysteme und immaterielle Güter virtuell an, wie z. B. Kleidung, Skins, performancesteigernde Requisiten, Waffen sowie Fahrzeuge, die des Weiteren den Gamern (m/w/d) plattform- und endgeräteunabhängige Zugänge ermöglichen. Games werden somit zu sozialen Räumen, in denen die Spieler kollaborativ, spielerisch und somit regelgeleitet eine Community of Practice (CoP) als Ökosystem bilden, dies nachhaltig und somit zielgruppengerecht. 

Während Unternehmen unterschiedlicher Branchen, ebenfalls hierzulande Hochschulen unterschiedlicher Ausrichtungen sich derzeit neue Geschäfts- und Tätigkeitsfelder innerhalb des Metaversums nur schwerlich vorstellen können, sehen Führungskräfte aus dem Games Biz ein sehr enormes Wachstumspotenzial gegeben, wie ebenfalls der Bundesverband Game e. V. infolge einiger Vorträge auf der diesjährigen Gamedevcom DDC 2022 (Anm. eine Game Developer Konferenz in Deutschland) darstellte. Auf die Frage nach den möglichen Vorteilen und organisationalen Chancen des Spielens im Metaversum sehen die Experten nicht nur Optionen hinsichtlich neuer Geschäftsmodelle gegeben, sondern erkennen wie o. g. eine nachhaltige, zielgruppengerechte, vor allem aber eine kommunikationspositionierende und engere Beziehung zwischen Marken und Kunden als Ökosystem per se gegeben.  

Des Weiteren muss konstatiert werden, dass das Metaversum dem partizipativen Aufbau sogenannter kundenintegrativer Modelle, wie z. B. User Innovation und Open Innovation als kollaborative und reziproke (Anm. wechselbezügliche) Co-Creation-Aspekte dient, die für das Games Biz existentiell wichtig sind, u. a. aufgrund des sehr erheblichen Fachkräftemangels in dieser Branche. Der Kunde wird somit viel intensiver zum hybriden Konstrukt aus Kunde und Produzent transformiert, hin zu einem partizipativen Prosumenten, infolge der Struktur und Leitidee des Metaversums. Die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen, die Verbesserung des Customer-Relationship-Managements und der Aufbau neuer Communities (CoP) innerhalb des bestehenden Kundenstamms verzeichnen in diesem Kontext sehr erhebliche Chancen, wie sich aus den Auswertungen der Forschungsarbeit ergeben. 

Um als Branche organisational anschluss-, innovations- und zukunftsfähig zu bleiben, auch mit Blick auf die Employability der Arbeitnehmer*Innen, müssen Game Developer und Publisher sowohl ihr Produktportfolio als auch ihre Personalinvestitionen überdenken. Die Experten präzisierten, dass sie Investitionen in virtuelle (VR), erweiterte (XR) oder gemischte (MR) Realitätserlebnisse daher priorisieren. Diese Technologien werden eine herausragende Rolle verzeichnen, wenn es um die komplexitätsreduzierende User Experience nach DIN EN ISO 9241 geht, um den Nutzern so zu helfen, sich mit dem Metaversum zu beschäftigen sowie diese stärker zu involvieren, insbesondere in seiner jetzigen Anfangsphase des Metaversums. Nichtdestotrotz äußern Zukunftsforscher und selbst das World Economic Forum (WEF) in Davos, dass man sich durchaus eine aufkommende Epoche vorstellen kann, in der ein ähnliches Maß an Interaktivität bei gleichzeitiger Komplexitätsreduktion im Hinblick auf die zum Einsatz kommenden Technologien und einer verbesserten Usability möglich sein wird. Prof. Dr. Klaus Schwab, Founder des WEF, äußerte: „Das Metaversum wird die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen, Regierungen, Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt denken, arbeiten, interagieren und kommunizieren, um gemeinsam die Themen der globalen Agenda anzugehen. Das Global Collaboration Village wird eine Erweiterung der öffentlich-privaten Plattformen und persönlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums sein und einen offeneren, nachhaltigeren und umfassenderen Prozess des Zusammenkommens ermöglichen.“ 

Die Experten aus der Games-Wirtschaft präzisierten, dass ihre Mitarbeiter daher eine neue Mischung von Kompetenzen benötigen, um das volle Potenzial des Metaversums nutzen zu können. Dies bedeutet wiederum, dass Game Developer sowie Game Publisher bei der Einstellung neuer Mitarbeitenden anders vorgehen müssen, weil sie neue Fähigkeiten benötigen. Ebenfalls unterstreicht dies die Notwendigkeit, dass sowohl Kundenintegrationsansätze als auch Community Management diesbezüglich wichtige Kontextfaktoren darstellen, die es organisational zu implementieren gilt. Zeitgleich müsse aber ebenfalls über Anreize im Hinblick auf Kundenbeteiligungsmodelle nachgedacht werden. 

Kryptogames, Blockchain und NFTs im Metaverse 

Das Zusammenspiel zwischen der realen und der virtuellen Ökonomie nimmt zunehmende Formen an. Die medienkonvergente Integration verschiedener Technologien, insbesondere mittels Blockchain, lässt die Grenzen mehr denn je verschwimmen und bringt neue Formen wirtschaftlicher Aktivitäten hervor. Digitale Vermögenswerte einschließlich sogenannter Non-Fungible Tokens (NFTs) stellen einen wichtigen Baustein der Metaökonomie innerhalb des Metaversums dar.  

NFTs sind eine relativ neue Entwicklung, die das Potenzial hat, mehrere traditionelle Branchen zu revolutionieren, indem sie konvergent die reale Welt mit der virtuellen hybridisiert. Das zugrunde liegende Konzept der NFTs besteht darin, in der Flut des scheinbar unendlichen Angebots an virtuellen Gegenständen eine gewisse Knappheit und Individualität zu schaffen. Dies gelingt sehr häufig nicht ein immaterielles Werk selbst gekauft wird, sondern ein Non-Fungible Token (NFT), das zur Verfolgung von Eigentum und Knappheit digitaler Werke wie u. g. verwendet werden kann. 

NFTs sind daher einzigartige Vermögenswerte, die auf einer Blockchain, wie Ethereum, Bitcoin Polygon oder Solana, gespeichert sind. Sie dienen als überprüfbare und plausible Urkunden zwecks des Eigentums, das allerdings nur in der virtuellen Welt existiert. Ihre Speicherung auf einer öffentlichen Blockchain bietet Sicherheit und Authentizität und ermöglicht die Mobilität von NFT in verschiedenen Anwendungen.  

Da NFTs das Eigentum an virtuellen Gegenständen authentifizieren und sowohl jetzt als auch in Zukunft einen Wert darstellen, sind sie auf dem besten Weg, ein universeller Wertespeicher für das Metaversum zu werden. 

NFT-Wertschöpfungen haben in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe Gamer (m/w/d) erregt, da fast jeder Gegenstand in eine NFT umgewandelt werden kann. So kann diese Zielgruppe beispielsweise NFTs für Gebrauchsgegenstände wie virtuelle Autos, Waffen oder Skins für das Gameplay kaufen und sogar mit einer Wertschöpfungsgüte versehen auch verdienen. In virtuellen Welten wie z. B. in dem Game-Produkt The Sandbox gibt es bereits einen boomenden Gaming-Kryptowährungsmarkt mittels NFTs. In dieser Metawelt können Nutzer virtuelle Grundstücke erstellen, entwickeln, hosten und verkaufen. Jede Landparzelle ist quasi eine NFT. 

Außerhalb von Games können NFTs ebenfalls Sammlerstücke oder Markenartikel sein, wie z. B. ebenfalls Kunstgegenstände. Am 1. Dezember 2021 versteigerte das Kölner Künstlerauktionshaus Van Ham als Erster Händler in Deutschland ein Hybrid-NFT namens „GodPixel“, d. h. eine Fotografie des Künstlers Gavin Evans. Mit dem weiteren Aufschwung von NFTs lassen sich zunehmend diese als Zugangskarten für eSports-Events, Clubs und andere Veranstaltungsorte sowie für digitale Erlebnisse nutzen. Einige Marken bieten ihren Kunden Mitglieder-Vorteile bei der Nutzung ihrer NFTs an, z. B. in Form eines bevorzugten Zugangs zu zukünftigen Produkten und (virtuellen) Erlebnissen. Die Möglichkeiten rund um NFTs sind somit unlimitiert. Der nachweisbare Besitz deutet des Weiteren darauf hin, dass sie ebenfalls auf Sekundärmarktplätzen wie z. B. OpenSea oder Magic Eden gekauft, verkauft oder gehandelt werden können. 

NFTs ermöglichen es der Gamer Community, das vollständige Eigentum an ihren digitalen Vermögenswerten zu behalten, mit anderen Spielern im selben Publisher-Universum zu handeln, sie für echtes Geld zu verkaufen und sie schließlich auf mehreren Blockchains wiederum zu verwenden. 

In der Regel werden NFTs durch Smart Contracts monetarisiert. Dabei handelt es sich um cyberphysikalische Programme, die auf einer Blockchain gespeichert vorliegen und ausgeführt werden, sobald bestimmte, vorher festgelegte Bedingungen erfüllt sind.  

NFTs im Metaversum sind phänomenologisch sowie spieltheoretisch im Kontext einer bestehenden Ökosystemgemeinschaft ebenfalls als Triebkraft mit Blick auf das Play-to-Earn-Prinzip (P2E) von Bedeutung. Play-to-Earn ermöglicht es Gamern (m/w/d) behavioristischen einen Anreiz, nämlich durch Monetarisierungsoptionen, einen Value Added (Anm. ökonomisch Mehrwert) im Spielen dieser Spielegattung zu erkennen. Dies steht konträr zu vielen herkömmlichen Games, bei denen die erworbenen Vermögenswerte keinen realen Wert haben. In P2E-Games werden die Gamer (m/w/d) für ihre Zeit und ihren Aufwand innerhalb eines Spiels belohnt, indem sie Kryptowährungen verdienen, die innerhalb des Spiels verwendet, auf einem offenen Markt verkauft oder durch intelligente Verträge monetarisiert werden können. Sobald ein Gamer (m/w/d) beispielsweise einen NFT-Charakter erstellt, den jemand anderes wiederum verwendet, um Kryptowährungen zu verdienen, erhält der Ersteller einen Teil dieser Einnahmen. 

Digitale Vermögenswerte bieten nicht nur quantitative Geschäftspotentiale, sondern ebenfalls qualitative. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Erhöhung der Gewinnspannen, die Verbesserung der Sichtbarkeit von Produkten und Dienstleistungen, die Verbesserung der Kollaboration und Co-Creation-Prozesse mit nontraditionellen Stakeholdern und die Gewinnung neuer Kunden. 

NFTs ermöglichen dem Games-Markt sowohl neue Formen der Wertschöpfungsgüte als auch des Eigentums zu schaffen. Dabei kann die Games-Branche ebenfalls sich auf eine Zielgruppe verlassen, die Phänomenen wie u. a. Kryptowährung, Krypto-Gaming aufgeschlossen gegenübersteht. NFTs stellen somit einen Trend dar, weil sie per se eine Kerndynamik der Kryptowährung nutzen: Der Wert eines Tokens ergibt sich nämlich aus der reziproken und gemeinsamen Zustimmung der Nutzer. Das bedeutet, dass die Gemeinschaft, die Community of Practice (CoP), die sich um den NFT herum konstituiert, auf den buchstäblich zugrunde liegenden Werten dieses NFTs basiert. Die Eigentümer erhoffen sich durch NFTs ebenfalls sozialmotivational auf die soziale Anerkennung im Raum dieser Community. Desto mehr NFTs Teil der persönlichen Identität der Menschen werden, desto mehr werden die Technologie und die daraus entstehenden Vermögenswerte gestärkt eingesetzt werden.  

Warum ein Studiengang Digital Games Business (B.A.)? 

Games und Spielemechanik und -modelle stellen eine zentrale Rolle bei der Schaffung und Ausweitung des Metaversums und neuerer Ökosysteme dar. 

Ebenfalls wird das Prinzip des Metaversums eine große Rolle in edukativen Segmenten aufweisen, d. h. in der Lern- und Entwicklungsindustrie im wahrsten Sinne des Wortes ‚spielen‘, da Wissen durch virtuell erstellte Artefakte anders vermittelt werden kann. Das Metaversum wird ebenfalls eine profunde Rolle bei der Markenförderung, Kundenbindung und -integration über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg organisational verzeichnen. Vielmehr aber sollte konstatiert werden, dass die Lebens-, Freizeit- und Arbeitswirklichkeit sich transformieren wird, auch sozioökonomisch, in der Gestalt wie Menschen, NGOs, Unternehmen, Regierungen und somit die Gesellschaft per se systemtheoretisch interagieren. 

Prof. Dr. Giovanni Vindigni 

Hier kommst Du zum Bachelor-Studiengang Digital Games Business, den Du online und hybrid in Karlsruhe studieren kannst,

Mehr Informationen zur Games-Industrie findest Du im nachfolgenden Fachbuch. 

Einleitung:

Liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, hallo und herzlich willkommen zur ersten Episode der Podcast Reihe Werbepsychologie in Theorie und Praxis. Mein Name ist Larissa, und ich möchte dir zusammen mit ein paar Experten einen sehr bedeutenden Teil der Werbung und Vermarktung näherbringen, nämlich die Werbepsychologie.  

Der gesamte Podcast soll dazu dienen, die sowohl theoretischen Grundlagen der Werbe- und Konsumentenpsychologie zu vermitteln als auch praktische Einblicke in das spannende Feld der Werbekommunikation zu geben. So wird dein Know-how zum klassischen Marketing und Online-Marketing optimal ergänzt, da der psychologische Hintergrund zu menschlichem Verhalten einen wirklich wichtigen Teil und Inhalt des Ganzen darstellt, der bisher leider zu wenig Beachtung gerade in der Praxis findet.  

Zuerst stelle ich dir einige wissenschaftliche und praxisorientierte Definitionen von Spezialisten vor. Du bekommst außerdem einen Eindruck davon, womit sich die Werbepsychologie befasst, worin ihr Anwendungsgebiet liegt, wie sich das Konsumentenverhalten in den letzten Jahren verändert hat und welche Herausforderungen daraus für die Werbung und das Marketing entstehen.

Zunächst befassen wir uns mit einigen Werbewirkungsmodellen, die ich Dir vorstellen werde, um anschließend herauszufinden, wie Menschen mit Werbung erreicht werden. Auch dazu befrage ich meine Experten, welches Werbewirkungsmodell aus ihrer Sicht am sinnvollsten ist und das Kaufverhalten überzeugt.

Abschließend geben wir dir ein Fazit für die künftige Bedeutung der Werbepsychologie, besonders für die Anwendung in Marketing und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen. 

Definition des Begriffes “Werbepsychologie” 

Wir starten nun erstmal mit den Definitionen entspannt ins Thema. Der Begriff Werbepsychologie setzt sich aus den Wörtern Werbe und Psychologie zusammen, die in einem engen Zusammenhang miteinander stehen.

Laut Georg Felser hat die Werbung das Ziel, das Beworbene attraktiv erscheinen zu lassen. Ebenso liegt die Aufgabe der Werbung darin, das Verhalten von Menschen insoweit zu beeinflussen, dass die Nachfrage zu einem Produkt oder einer Dienstleistung steigt.

Die angewandte Psychologie von Staudinger definiert als „die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen“, erforscht hierbei in Bezug auf die Werbung nicht nur das menschliche Verhalten an sich, sondern auch die Beweggründe, die zu einem bestimmten Verhalten führen.

Fassen wir jetzt diese zwei Begriffe zusammen, erhalten wir folgende Definition. „Die Werbepsychologie befasst sich mit der Erforschung der Werbewirkung auf das Verhalten und Erleben der potenziellen Konsumierenden. Es geht also darum, den werblichen Kaufprozess in Bezug auf Erleben und Verhalten zu analysieren“

Vorstellung der Expertenrunde

In der heutigen Episode sind als Experten und Interviewte anwesend Frau Friederike Baum, Frau Christine Stamatis und Herr Martin Heubel, ich heiße sie alle in diesem Sinne herzlich willkommen und freue mich sehr über Ihre Anwesenheit, trotz der schwierigen Umstände der bestehenden Covid-19 Situation. 

Frau Stamatis: Vielen Dank für die Einladung. 

Ich bedanke mich ebenfalls und werde Ihnen nun nacheinander Fragen stellen, damit ihr liebe Zuhörer:innen einen Einblick und Wissen aus erster Hand bekommt, angefangen bei Frau Baum.  Sie ist Diplom-Psychologin und angestellte Dozentin für Werbepsychologie. Ich frage Sie, wie Sie persönlich den Begriff Werbepsychologie definieren würden. 

Wie definieren sie den Begriff “Werbepsychologie” ? 

Frau Baum: Meine Lieblingsdefinition von Werbepsychologie ist aus dem Buch Markt- und Werbepsychologie von Hans Mayer und Tanja Illmann und lautet: Werbepsychologie erforscht die Wirkung von Werbung auf das Erleben und Verhalten von Konsumenten, indem sie sich mit den Effekten oder Konsequenzen von Werbung und ihrer Gestaltung auseinandersetzt

Frau Stamatis, die ebenfalls Diplom Psychologin und Geschäftsführerin von GoVersity, einem privaten Studienzentrum ist, gibt uns nun ihre Erläuterung des Begriffes der Werbepsychologie. 

Frau Stamatis: Werbepsychologie sehe ich als einen Teilbereich der Wirtschaftspsychologie. Also hier geht es um die Wirkung von Werbung auf das Erleben, oft auch auf das Verhalten des Käufers. Dazu gehören beispielsweise Wirkungen auf die Kaufmotive und auch auf Kaufentscheidungsprozesse. Also warum wähle ich ein bestimmtes Produkt aus oder auch nicht. Und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle. 

Ebenfalls in der Expertenrunde sitzt Herr Martin Heubel. Er war bereits im Marketing bei Bayer und ist Autor einiger Beiträge zum Thema Marketing Management und Business Development.  Herr Heubel , wie würden Sie denn den Begriff der Werbepsychologie beschreiben werden? 

Herr Heubel: Die Werbepsychologie definiert sich für mich als ein Teilgebiet der Psychologie, welche sich mit dem Marketing überschneidet. Also das beutetet, wie verhalten sich Konsumenten und wie treffen sie Kaufentscheidungen, nachdem sie einer gewissen Werbebotschaft ausgesetzt worden waren.  

Und das wird dann relativ schnell sehr spannend, da man dabei natürlich, auch mit der digitalen Werbung über soziale Kanäle ganz gezielt gewisse Kunden und Konsumentengruppen ansprechen kann. Man vollzieht dadurch nicht nur eine Meinungsbildung beim Kunden, sondern schafft es gewisse Assoziationen mit einer Marke hervorzurufen, die sich dann ganz klar im Kaufentscheidungsverhalten der Konsumenten widerspiegeln. 

Die Definitionen von Frau Baum, Frau Stamatis und Herrn Heubel sind sich im Kernpunkt einig. Es geht um die Wirkungsforschung von Werbung, in Bezug auf das Erleben und Verhalten von Verbrauchenden.  

Wo genau findet die Werbepsychologie ihren Einsatz ?

Frau Baum: Ich finde, das ist eine sehr gute Frage. Dafür gibt es keine genaue Vorschrift.  

Ich würde mir wünschen, dass das in der Praxis Werbepsychologie immer zum Einsatz kommt, wenn Werbung oder Marketingmaßnahmen geplant oder gestaltet werden.  

In der Praxis muss das aber ja nicht zwangsläufig so sein. Es gibt eben viele Berufe, die sich mit diesem Thema befassen.  

Also insofern finde ich es sehr löblich und wünschenswert, wenn werbe psychologisches Wissen eben vielfältig vermittelt und angewendet wird, auch im Rahmen der Kommunikationswissenschaften oder im Rahmen von Marketing.  

Was würden Sie denn auf die Frage zum Einsatzgebiet der Werbepsychologie antworten, Frau Stamatis? 

Frau Stamatis: Im Marketing, beispielsweise in Werbeagenturen, dort kommt Werbepsychologie zum Einsatz, also wo es darum geht, wie ich ein Produkt optimal bewerbe und auch verkaufe. Aber auch in Produktentwicklung und Produktgestaltung, also welchen Einfluss haben bestimmte Produktmerkmale wie Farbe, Form oder auch der Name möglicherweise auf die Zielgruppe. Marktforschung fällt mir noch ein als ein Einsatzgebiet, da geht es ja eher darum, mehr herauszufinden über Kundenbedürfnisse und auch die Einstellungen. Die Marktforschung gibt uns dann auch wertvolle Hinweise für Innovation oder auch für Produktentwicklungen.  

Genau wie sie gerade erwähnten, sieht auch der Autor Georg Felser eine zentrale Funktion von Werbepsychologie im Bereich der Marktforschung, wenn wir nun den Bereich der Marktforschung in Bezug auf Werbung aufgreifen, wäre auch die Untersuchung des Verbraucherverhaltens und dessen Entwicklung relevant.  

Wie hat sich Ihrer Einschätzung nach das Verhalten der Konsumenten in den letzten zehn Jahren verändert?

Frau Stamatis: Ja, das ist auch eine sehr interessante Frage, wenn man sich vor Augen hält. Wie sah denn unser Alltag vor zehn Jahren aus, wird man ehrlich gesagt eher so technologisch geprägte Veränderungen feststellen.  

Damals standen wir noch ganz am Anfang der mobilen Revolution. Smartphones gab es zwar schon, aber die waren natürlich viel weniger verbreitet und damit natürlich auch die Nutzung von sozialen Medien.  

Diese gab es zwar auch schon mit Facebook und Co, aber dieses Ausmaß, was gerade heute auch die Nutzung von Social-Media als Werbeplattform angeht, hat sich ja in den letzten Jahren massiv verstärkt.  

Man kann eigentlich einen klaren Trend in Richtung Online-Marketing und auch damit zu online Konsumverhalten erkennen. Auch ältere Menschen kaufen vielmehr online ein, als es vor zehn Jahren der Fall war und deswegen haben auch klassische Kaufhäuser oder Einzelhändler stark an Bedeutung verloren.  

Wir sind es absolut gewohnt, dass wir eigentlich direkt immer über das Handy den besten Preis eines Produkts bekommen. Was ich auch sehe, ist eine deutlich höhere Interaktion zwischen Konsumenten und Unternehmen. Zum Beispiel können Firmen heute, wenn sie das digitale Marketing nutzen, viel genauer messen, welche Werbemaßnahme wirkt. Im Detail bedeutet das, wie oft wurde geklickt, wie lange hat sich der Interessent damit beschäftigt oder wie viel Zeit ist zwischen der ersten Recherche bis zum Kauf vergangen. Das war vor zehn Jahren, zumindest in der Form, auch noch nicht so stark der Fall.  

Frau Baum: Das Verhalten der Konsumenten hat sich meines Erachtens in den letzten zehn Jahren kaum geändert, sondern was sich geändert hat, ist die Umwelt. Und in der Psychologie geht es ja immer um das Verhältnis von der Umwelt einerseits zu den innerindividuellen Vorgängen, andererseits.  

Also diese Frage, was ist Umwelt und was ist sozusagen angeboren oder genetisch bestimmt oder eben individuell bestimmt, ist ja auch immer eine ewige Frage in der Psychologie. Also besonders die Umwelt hat sich in den letzten zehn Jahren massiv geändert und ein ganz großer Faktor, den man da berücksichtigen muss, ist eben der ganze Stress sozusagen, der auch mit durch die Smartphones verursacht wird.  

Dadurch, dass wir ununterbrochen mit Informationen überflutet werden, in jeder Situation, in jeder freien Minute. Mehr als wir verarbeiten möchten und können in einem gegebenen Zeitraum, das setzt halt sehr viele Leute sehr unter Druck und macht eben unsere Aufmerksamkeit zu einer besonders raren Ressource und erfordert von uns eben auch bewusste Entscheidung und Konzentration.  

Das macht das Thema Werbekommunikation sehr viel komplizierter noch als früher, denn man muss sich bewusst machen, dass werbliche Kommunikation ja im Grunde genommen nie das Thema ist, für das sich die Konsumenten tatsächlich interessieren und begeistern. Sie haben so gut wie die ganze Zeit andere Dinge im Kopf und was anderes vor in ihrem Leben. Und trotz allem, was sie sozusagen die ganze Zeit an Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten umgibt, müssen die Werbebotschaften aus Sicht der Unternehmen natürlich auch noch durchdringen zu den Konsumenten, sozusagen gegen deren Willen. Und das ist natürlich eine immer größere Herausforderung geworden in den letzten Jahrzehnten.  

Herr Heubel: Na ja, da gibt es verschiedene Ströme, die wir jetzt gesehen haben, natürlich auch mit der Corona-Pandemie haben wir gesehen, dass Konsumenten sich vielmehr mit den Themen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen.  

Sie möchten Produkte kaufen, die sustainable (nachhaltig) sind, also aus Quellen kommen, wo man nachvollziehen kann, welche Rohstoffe genutzt werden und idealerweise dass auch die Hersteller ihre Mitarbeiter gut bezahlen, gerade natürlich auch in softlines, also im Fashionbereich, haben wir das jetzt oft nachvollzogen und hier muss man schon ganz schön aufpassen, da Brands natürlich sehr stark damit auftreten, ihre Marketing-Botschaften eben auch so zu gestalten, dass dieses Fair Trade oder eben auch diese fairen Bedingungen in der Herstellung ganz klar zustande kommen. Und ich glaube, da hat sich das Verhalten von Konsumenten schon noch mal sehr stark verändert, hinsichtlich dessen, dass Kaufentscheidungsprozesse oftmals davon beeinflusst werden, wie größere aber auch eben kleinere Marken sich hier in diesem Bereich positionieren.  

Nochmal zur Wiederholung: Das Verhalten hat sich laut Einschätzung besonders durch die veränderten Umwelteinflüsse gewandelt.  

Welche Herausforderungen entstehen für Werbung und Marketing durch die Veränderungen?  

Frau Baum: Also ich denke, die größte Herausforderung für Marketing und Werbung heutzutage ist nicht das Konsumentenverhalten, sondern eben diese Umstände, diese ständige Informationsüberlastung, unter der alle permanent leiden. Die Herausforderung dabei ist es eben trotzdem durchzudringen. Und das heißt, man muss alle Register ziehen, um aufzufallen und den Leuten eben ins Auge zu fallen. Und es geht eben schon damit los, mit welchen Mitteln zu welchem Zeitpunkt welche Zielgruppe wie gut zu erreichen ist und mit welcher Art und Weise sie sich am ehesten angesprochen fühlen, dass man dann eben auch die richtigen Reize sozusagen dann, da verwendet die, eben die Zielgruppe auch tatsächlich ansprechen. Diese müssen unter Umständen eben schon sehr speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten sein und womöglich auch auf die Situation und dieses Kommunikationsmittel.  

Definition bekannter Werbewirkungsmodelle

Nun gehen wir weiter in die Tiefe der Werbewirkung.  

Hierbei gibt es verschiedenste Modelle, die zur Messung genutzt werden, wie Werbung, ihre Wirkung erreicht. So können, unter anderem Werbeziele begründet und die Werbeerfolge gemessen werden, beschreibt Georg Felser.  

Zu den bekanntesten Werbewirkungsmodellen zählen laut Felser und Klaus Moser, die SR oder SOR-Theorien und das AIDA-Modell.  

Zum Verständnis erläutere ich euch diese Modelle kurz.  

Die SR-Theorien stammen vor allem aus der Konsumentenpsychologie. Das S steht für Stimulus und das R für reaction oder response.  

Der Gedanke bei diesem Modell war die Annahme, dass ein Verhalten von bestimmten Reizen abhängt. In dem Fall geht es allerdings um alle beobachtbaren Reize, die für die Verhaltensforschung infrage kommen.  

Laut dieser Theorie wäre es so, dass Werbung immer ein bestimmtes Verhalten hervorruft. Bei der SOR-Theorie kam zwischen Stimulus und Reaktion noch der Organismus hinzu, da davon ausgegangen wird, dass noch andere innere psychische Prozesse vom Reiz bis hin zur Reaktion existieren.  

Das AIDA-Modell zählt zu den hierarchischen Modellen der Werbewirkung. Es handelt sich dabei um einzelne Stufen, die erreicht werden müssen, um die darauffolgende Stufe anzunehmen. Die Buchstaben AIDA stehen für die einzelnen Elemente einer Abfolge A bedeutet attention (Aufmerksamkeit) also die Reaktion beginnt mit der Aufmerksamkeit. I steht für interest (Interesse), also das Interesse, welches durch die Aufmerksamkeit generiert wurde. D für desire also der Wunsch nach einem Produkt, nach dem Interesse bekundet worden ist. Und zuletzt A für action, wodurch eine Kaufhandlung wirklich abgewickelt wird.  

Unklar beim AIDA-Modell ist allerdings die genaue Bestimmung, ob die Werbung genauso wirkt oder ob Werbung so wirken soll. Denn eine Unterstellung, dass Werbung immer so wirkt, ist relativ unrealistisch.  

Natürlich gibt es noch viele weitere spannende Modelle, welche in dieser Folge nicht alle berücksichtigt und erläutert werden können. Die hier beschriebenen sind bisher die bekanntesten und am häufigsten in der Verwendung.  

Wie kann man Ihrer Meinung nach Menschen von Werbung überzeugen? Also was sind aktivierende Antriebe, Werbewirkungsmodelle, um uns zu erreichen?  

Frau Stamatis: Konsumenten sind Produkten gegenüber meistens nicht besonders aktiviert. Das ist die Aufgabe der Werbung, das Aktivationsniveau zu erhöhen, das funktioniert, wenn Emotionen oder auch Einstellungen und Motive der Konsumenten angesprochen werden. Und Werbewirkungsmodelle befassen sich mit der Frage, wie Werbung ihr eigentliches Ziel erreicht. Einfacher gesagt, wie erfolgreich ist denn eine Werbemaßnahme im Hinblick auf den Umsatz, denn um den geht es ja eigentlich.  

Ein eher einfaches Werbewirkungsmodell sind beispielsweise die SR-Theorien und SR steht hier für Stimulus und reaction oder Reaktion. Die Idee ist dabei, was ein Verhalten einfach von bestimmten Reizen oder bzw. Reaktionen abhängt. Dieses Verhalten kann man laut dieser Theorie vorhersagen, wenn man weiß, von welchen Reizen es abhängt. Was sich zwischen Stimulus und Reaktionen abspielt, wird hier gar nicht berücksichtigt.  

Das ist auch gleichzeitig der Kritikpunkt dieser Theorien.  

Neben solchen klassischen Werbewirkungsmodellen gibt es auch andere Modelle, die eben Werbewirkung durch ein hierarchisches Konzept erklären. Beispielsweise ist da ein sehr bekanntes Modell das AIDA-Modell, also AIDA wie das Schiff. Hier werden unterschiedliche Stufen oder Ebenen durchlaufen. Nämlich attention, interest, desire und action. Attention, das heißt die Reaktion auf ein Produkt beginnt ja erst mal mit der Aufmerksamkeit. Interest, erst wenn ich aufmerksam reagiert habe, kann sich ja überhaupt mein Interesse für ein Produkt entwickeln. Und dann desire, es entsteht dann eben ein Kaufwunsch, und zwar bevor es zur Action, also zur Konsumhandlung, zum Kauf des Produktes kommt.  

Und diese vier Stufen sind eigentlich relativ nachvollziehbar und auch eingängig. Unklar ist aber hier bei diesem Modell die Frage, wie die Werbung wirkt oder eher, wie sie wirken soll. Und das, was eben das Modell unterstellt ist, dass die Werbung immer auf die gleiche Art und Weise wirkt. Und das ist eben in meinen Augen nicht so realistisch.  

Also man kann eigentlich sagen, dass trotzdem die Stufenmodelle bis heute eine sehr wichtige Rolle spielen für Verhaltensforscher, auch in der Praxis werden sie noch angewandt, in der Werbepraxis ist es allerdings so, dass der Fokus eher auf den beiden ersten Stufen liegt, also attention und interest. Wichtig ist es ja, Aufmerksamkeit zu schaffen.  

Welches Werbewirkungsmodell halten Sie für das sinnvollste?

Frau Stamatis: Das kann man pauschal so gar nicht beantworten. Die meisten Modelle haben nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile.  

Ich kann dazu sagen, dass es neuere Modelle gibt, wie zum Beispiel das GM-Modell. Und die sehen Produkterfahrung zum ersten Mal als sehr wichtig und eben bei der Produkterfahrung eine zentrale Bedeutung für die Werbewirkung. Also habe ich Erfahrung mit einem Produkt oder nicht. Und bei diesem Modell spielen auch emotionale Reaktion, also affektive Reaktionen, eine wichtige Rolle und diesen Ansatz halte ich für sinnvoll.  

Ich finde allgemein Modelle gut, die nicht wie beim AIDA-Modell eben alle Stufen oder alle Phasen durchlaufen müssen, um Werbung wirkungsvoll zu gestalten. So ein Modell ist beispielsweise auch das Fünf Effekte Modell von Rossiter und Percy. Und dieses Modell sieht die Werbung als Form der Kommunikation mit dem Kunden. Das Modell postuliert auch Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit es eben zum Kauf oder Kaufhandlung kommt. Diese Ansätze, die ich jetzt genannt habe, sind einfach dynamischer und nicht so linear, wie das vorhin, erläuterte AIDA-Modell.  

Angesprochen wird hier von Frau Stamatis das PEM-Modell, welches perception, experience und memory bedeutet. Es gilt als hierarchieloses Wirkungsmodell von Hall, welches nach Siegler Schmidt 2008 die zentrale Bedeutung von Produkterfahrungen berücksichtigt.  

Nun erläutert uns Frau Baum das für Sie sinnvollste Werbewirkungsmodell.

Frau Baum: Besonders gut finde ich das Werbewirkungsmodell Modell der Werbewirkungspfade von Werner Kroeber-Riel und das ist besonders interessant, weil es zulässt, dass verschiedene Werbungen auch verschiedene Wirkungen erzeugen und es eben nicht alle Werbemaßnahmen über einen Kamm schert.  

Je nachdem, um was für eine Werbung es sich handelt, kann das im Kopf des Konsumenten eine andere Wirkung erzeugen.  

Frau Baum nennt uns hierbei das Modell der Werbewirkungspfade von Kroeber-Riel 2019, welches besonders häufig im Online-Marketing Anwendung findet, da es im Gegensatz zum AIDA-Modell auch die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Stufen betrachtet. Die Wirkungspfade beschreiben dabei den Weg vom ersten Werbekontakt bis hin zum Verhalten des Konsumenten.  

In Zukunft wird es aufgrund von Digitalisierung und Diversity, also Vielfalt immer wichtiger, Werbung gezielt und richtig zu gestalten. Dabei eignen sich verschiedene Theorien und Modelle der Werbewirkung.  

Welches Werbewirkungsmodell die beste Wahl ist, bleibt bestritten. Da alle Modelle, ihre Vor- und Nachteile haben. Zuletzt auf die Theorie bezogen. 

Kann man mit Werbepsychologie nach wie vor das Konsumentenverhalten beeinflussen?  

Frau Stamatis: Ja natürlich. Ich denke, Werbepsychologie ist nach wie vor ein sehr wichtiger Forschungsbereich. Und wie schon angedeutet, es gibt sehr viele psychologische Einflussfaktoren, die eben auf den Konsumenten und auf seine Entscheidungen wirken.  

Auch die individuelle Situation und auch die Persönlichkeit des Käufers spielt auch eine große Rolle in meinen Augen. Mit diesem Wissen, was man dann hat, kann man gezielt Marketingmaßnahmen entwickeln und die erhöhen hoffentlich oder wahrscheinlich die Kaufentscheidung auch bei unentschlossenen Konsumenten beispielsweise.  

Frau Baum: Ja, natürlich. Ich denke, das hat sich nicht grundsätzlich geändert. Das wird manchmal überschätzt, wie sehr sich die Psyche oder psychologische Zusammenhänge denn ändern können. Da wird auch manchmal vermutet, dass unsere Umwelt gewissen Einfluss darauf hat, wie unsere Psyche funktioniert. Dem ist nicht so, die psychologischen Erkenntnisse, die gelten immer noch und die werden wahrscheinlich auch in 100 Jahren noch gelten. Die haben sich jetzt nicht grundlegend geändert dadurch, dass sich unsere Umwelt geändert hat oder die Art der Werbung oder so dadurch, dass noch weitere Kommunikationskanäle dazugekommen sind. Dadurch ändern sich nicht die psychologischen Prinzipien, die gelten nach wie vor. 

Verabschiedung

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinen Experten:innen, für ihre Zeit und Unterstützung wertvolle Inhalte an Euch, liebe Zuhörer:innen zu vermitteln.  

Ich hoffe, ich konnte allen Studierenden auch eine theoretische Ergänzung zum Studiengang Online-Marketing geben. Da Werbepsychologie auch darin eine sehr bedeutsame Rolle spielt.  

Ich danke Dir, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer für Deine Aufmerksamkeit und ich hoffe Dich in der nächsten Folge Werbepsychologie ,,Es geht in die Praxis‘‘ erneut begrüßen zu dürfen. 

Hast du Interesse an einem Bachelor-Studium im Bereich Wirtschaftspsychologie? Kontaktiere uns gerne unter study@goversity.de oder rufe an: 0721 619 301 90.

Knapp drei Millionen Studierende sind an deutschen Hochschulen derzeit immatrikuliert. Trotzdem stellen sich viele junge Menschen nach ihrem Schulabschluss die Frage: Lohnt sich ein Studium überhaupt? Wenn ja, lauten die nächsten Fragen: Welches Studium lohnt sich? Welche weiteren Vorteile bringt ein Studium?

Lohnt sich ein Studium finanziell?

Laut der Studie „Bildung hat Zukunft“ des ifo Instituts für Bildungsökonomik, die verschiedene Bildungsabschlüsse aus rein monetärer Sicht verglichen hat, verdient ein Akademiker in seinem Leben knapp 400.000 Euro netto mehr im Vergleich zu jemandem, der eine Lehre abgeschlossen hat. Grundsätzlich rechnet sich ein Studium gegenüber einer Berufsausbildung, betrachtet man das Einkommen über das ganze Arbeitsleben hinweg. Bereits nach wenigen Jahren überholen Akademiker im Beruf die ehemaligen Auszubildenden. Fachkräfte mit einem Wirtschafts- oder Ingenieurstudium haben meist schon vor ihrem 30. Geburtstag ein überdurchschnittliches Gehalt. Finanziell gesehen lohnt sich am meisten ein Studium in Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften (besonders mit einem MBA), gefolgt von Psychologie, Politik und dem Lehramt. Etwas weniger lukrativ sind Philosophie, Architektur und Geisteswissenschaften. Mehr Informationen zu den Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten im Bereich Wirtschaftspsychologie finden sich in einem separaten Artikel.

Wer sich für den akademischen Bildungsweg entscheidet, findet laut ifo-Studie nach dem Studium normalerweise auch eine Anstellung. Die Arbeitslosenquote unter den Hochschulabsolventen beträgt nur 2,5 %, bei Menschen mit einer Berufsausbildung liegt sie bereits bei 7 %. Bei Personen ohne berufsbildenden Abschluss sind im Schnitt mehr als 19 % arbeitslos. Somit ist ein Studium ein wichtiger Faktor und eine solide Basis für den beruflichen Erfolg.

Zu-spät-zum-studieren?

Ist es schon zu spät für ein Studium?

Manche Menschen halten sich mit 30 Jahren für zu alt, während andere sich erst mit 40 bereit fühlen, ein Studium aufzunehmen. Wichtig ist, dass Du herausfindest, was sich für Dich richtig anfühlt und Dich darauf einlässt!   

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sind die meisten Teilnehmer:innen eines Online-Studiums beispielsweise zwischen 35 und 49 Jahre alt.  

Hinderungsgründe

Ein Grund, warum Menschen zögern, später im Leben zu studieren als gewöhnlich ist, dass sie sich Sorgen machen, ob sie die Arbeitsbelastung bewältigen können. Inzwischen gibt es jedoch viele verschiedene Studienformen, die es Menschen mit einem vollen Terminkalender erleichtern, Arbeit und Studium zu vereinbaren.  

Lösungsansätze

Ein hybrides Studium beispielsweise ermöglicht es den Studierenden, die Vorlesungen Teilzeit in Präsenz und online zu besuchen, sodass sie neben dem berufsbegleitenden Studium weiter in Vollzeit arbeiten können. Einige Hochschulen bieten auch Kurse an, die vollständig online absolviert werden können – ideal für alle, die sich mehr Flexibilität in ihrem Lernplan wünschen.

Ein weiterer Faktor, der Menschen oft davon abhält, ihr Studium zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, ist ein Mangel an Motivation oder Selbstvertrauen; dies kann jedoch überwunden werden, indem man sich die Unterstützung und kostenlose Beratung von einem professionellen Study-Coach des jeweiligen Bildungsinstitutes sucht und sich realistische Ziele setzt.

So kannst Du Dich fachlich, aber auch persönlich weiterentwickeln und Deine Karriere unabhängig vom Alter voranbringen.

Was brauche ich für ein Studium?

Um ein Studium beginnen zu können, sind bestimmte Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Im Regelfall ist die Hochschul-Zugangsberechtigung, das Abitur oder die Europäische Reifeprüfung an einer Europäischen Schule. Es gibt jedoch auch Studiengänge, die man mit der Fachhochschulreife oder sogar ohne Abitur belegen kann. Zu einem Studium berechtigt dann eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender mindestens 3-jähriger Berufstätigkeit im erlernten Beruf. Auch eine berufliche Aufstiegsfortbildung, z. B. ein Betriebswirt- oder Fachschulabschluss oder ein Meisterbrief, sind als Zugangsvoraussetzung für ein Bachelor-Studium oder sogar Master-Studium möglich.

Manche Studiengänge, darunter auch Psychologie kann man nur dann studieren, wenn man einen bestimmten Abi-Schnitt, den so genannten Numerus clausus, kurz NC, vorweist. Selbstverständlich gibt es auch Studienangebote, für die kein NC notwendig ist, beispielsweise Wirtschaftspsychologie oder Marketing Management.

Fazit: Lohnt sich ein Studium? Ja!

Studieren lohnt sich auf jeden Fall, die Vorteile eines Studiums liegen auf der Hand:

  • Ein Studium ist Voraussetzung für bestimmte Berufe, wie Juristen, Lehrer, Ärzte, Ingenieure, Psychologen etc.
  • Leitungsfunktionen in Unternehmen werden meist durch Hochschulabsolventen, z.B. mit einem Master in BWL besetzt, d. h. die Aufstiegschancen innerhalb eines Unternehmens sind deutlich besser
  • Akademiker sind am wenigsten häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und genießen ein höheres Ansehen in der Gesellschaft.
  • Im Studium lassen sich persönliche Interessen vertieft ausleben.
  • Die intellektuellen Fähigkeiten und die wissenschaftliche Arbeitsweise, die man im Studium lernt, werden von vielen Branchen sehr geschätzt. Man traut Akademikern mehr zu.
  • Akademiker haben höhere Verdienstmöglichkeiten als Menschen mit einer Ausbildung.
  • Insbesondere bei einem berufsbegleitenden Studium profitieren Absolventen zweifach. Sie können direkt Theorie und Praxis verbinden und das Gelernte im Job anwenden. Außerdem können Sie unmittelbar nach dem Studium Berufserfahrung vorweisen und haben damit einen Wettbewerbsvorteil.

Interessierst du dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe. 

Ein Studium kostet Geld. Neben den Kosten für den Lebensunterhalt fallen beispielsweise Studiengebühren und Ausgaben für Laptop, Studienmaterialien und Bücher an. Um all das zu finanzieren, sind Studierende auf einen Job oder die Unterstützung durch Eltern, Familie oder den Staat angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, sein Studium zu finanzieren, zum Beispiel durch einen Studienkredit, BAföG, ein Stipendium oder einen Bildungs- oder Studienfond.

Stipendium und Studienkredit: Was muss ich beachten?

Eine Möglichkeit, sein komplettes Studium zu finanzieren, ist, sich für ein Stipendium zu bewerben. Informiere dich hier am besten vorher über die Voraussetzungen der über 3.000 Stipendien, da die Kriterien für die Vergabe eines Stipendiums sehr unterschiedlich ausfallen. Stipendien vergeben meist Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, religiöse Organisationen, politische Parteien oder auch Stiftungen. Vorteil eines Stipendiums ist, dass du das Geld nicht zurückzahlen musst. Außerdem kannst du viele weitere Vorteile nutzen, wie zum Beispiel Einladung zu Tagungen, Sommercamps, Praktika im Ausland oder Alumni-Netzwerke.

Was ist eine KFW Studienförderung?

Du kannst dein Bachelor, oder Master-Studium auch mit einer staatlichen Studienförderung vorfinanzieren. Der Bildungskredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist staatlich gefördert und bietet äußerst günstige Zinsen. Im Gegensatz zu Bankkrediten musst du keine Sicherheiten vorlegen, denn bei Kreditausfall bürgt der Staat. Das Einkommen deiner Eltern ist ebenfalls unerheblich. Einen KfW-Kredit kannst du im Alter von 18 bis 35 Jahren für Studium beantragen. Mit den Rückzahlungen, die du bequem in kleinen Raten vereinbaren kannst, musst du erst vier Jahre nach Erhalt der ersten Monatsrate beginnen.

BAföG: Wie bekomme ich BAföG?

Die staatliche Unterstützung von Studierenden ist im Bundesausbildungsförderungsgesetz geregelt. Diese Förderung erhalten Vollzeit-Studierende von Universitäten, Akademien oder Fachhochschulen, allerdings ist sie abhängig vom Einkommen der Eltern. Das heißt, je mehr deine Eltern verdienen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Antrag genehmigt wird. Er kann jedoch erst nach einer Studienplatz-Zusage beantragt werden. Zu Beginn des Bachelorstudiums darfst du nicht älter als 29 Jahre alt sein und zu Beginn des Masterstudiums nicht älter als 34 Jahre. Außerdem muss es sich um das Erststudium handeln. Ein Masterstudium kann gefördert werden, wenn es auf das Bachelorstudium aufbaut. BAföG ist zu 50 % ein Zuschuss, die anderen 50 % ein Darlehen. Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Webseite zur BAföG-Beantragung.

Studium finanzieren mit Bildungsfond

Optional kannst du dein Studium auch mit einem Bildungs- oder Studienfond finanzieren. Diese Fonds werden von Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen angeboten, um Studierenden bei der Finanzierung ihres Studiums zu helfen. Du erhältst während deines Studiums Geld, das Anleger in einen Fonds einbezahlt haben. Im Gegensatz zum Studienkredit richtet sich die Rückzahlung normalerweise prozentual nach dem Einkommen nach deinem Studienabschluss. So hast du nach dem Studium eine größere finanzielle Absicherung, falls du beispielsweise erstmal ins Ausland gehen willst. Am besten ist es, sich persönlich beraten zu lassen und die Konditionen der einzelnen Anbieter zu vergleichen und zu prüfen.

Studium finanzieren durch ein Stipendium

Obwohl viele Menschen denken, dass Stipendien nur für Studenten mit sehr guten Noten vergeben werden, gibt es auch andere Möglichkeiten. Staatliche Stipendienprogramme suchen oft nach Talenten in bestimmten Bereichen oder Studenten mit besonders hohen Leistungsstandards. Aber auch wenn du kein solches Talent hast oder deine Noten eher mittelmäßig sind, gibt es Chancen für dich. Viele private Stiftungen vergeben ihre Mittel an Studierende aller Bildungsstufen und Nationalitäten. Außerdem ist die Planung bereits im Vorfeld der Bewerbung essentiell: Informiere dich über alle Details des jeweiligen Programms und bewirb dich frühzeitig! Stipendien-Suchmaschinen wie myStipendium.de helfen dir mit mehr als 2.300 Stipendienprogrammen dabei. Weitere Informationen findest du auf dem Internetportal der Begabtenförderungswerke Stipendiumplus oder in der Broschüre zu “Mehr als ein Stipendium” des BMBF.

Wenn du keine dieser Förderungen in Anspruch nehmen willst, bleibt dir noch die Möglichkeit, einen Nebenjob anzunehmen, um dein Studium zu finanzieren. Sinnvoll ist es, wenn die Nebentätigkeit inhaltliche Parallelen zu deinem Studium aufweist.

Wenn du berufsbegleitend studierst, kannst du in deinem Unternehmen nach einer Arbeitgeberförderung fragen. Am besten stellst du dar, welche Kompetenzen du im Studium erwirbst, die du in deinem Job anwenden kannst. Ein berufsbegleitendes Studium ist immer ein Gewinn für Arbeitnehmer und Unternehmen. Willst du deine Möglichkeiten zur Studienfinanzierung ausloten? Dann mach den Studienfinanzierungscheck.

Brauchst du noch weitere Informationen oder Unterstützung bei deiner Studienfinanzierung? Kontaktiere das GoVersity-Team unter study@goversity.de oder rufe uns einfach an: 0721 619 301 90.

Wirtschaftspsychologie ist ein Studium mit Zukunft: Schließlich verbindet es Wirtschaftswissenschaften auf der einen Seite und Psychologie auf der anderen. Zwei Felder, die bereits an sich äußerst interessant sind und zusammen ein Studium darstellen, dass erst seit einigen Jahren existiert, sich aber bereits hoher Beliebtheit bei Studierenden erfreut.  

Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen sind Expert:innen für menschliches Verhalten im ökonomischen Umfeld und forschen unter anderem am menschlichen Handeln, Erleben und Entscheiden in Unternehmen, Organisationen und Märkten. Die Resultate dieser Forschungen nutzen Wirtschaftspsychologen Wirtschaftspsychologinnen dann, um Prognosen für zukünftiges Verhalten zu erstellen und dadurch Handlungsempfehlungen für Verantwortliche abzuleiten.  

Kein Wunder also, dass die Wirtschaftspsychologie ein Gebiet der angewandten Psychologie darstellt. 

Welche Berufe bieten sich nach dem Studium an? 

Für Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen existieren am Arbeitsmarkt in erster Linie beratende Tätigkeiten. Die Arbeitsorte und Möglichkeiten sind äußerst vielseitig und mit einem Abschluss in Wirtschaftspsychologie hast du viele Möglichkeiten, eine gut bezahlte und interessante Arbeitsstelle zu finden. 

Abhängig davon, auf welche Bereiche du dich während deines Studiums spezialisiert hast, stehen dir viele Türen in Personalabteilungen, Marketing- und Werbeagenturen und in der Unternehmensberatung offen. Doch auch in anderen Sektoren werden Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen gesucht und haben tolle Chancen auf Karrieren in unterschiedlichsten Branchen. 

Während du in Personalabteilungen geeignete Mitarbeiter:innen für vakante Stellen findest, kannst du in Sachen Marketing wissenschaftliche Erhebungen durchführen und die Resultate dann zusammen mit deinem Team in auf die Zielgruppe zugeschnittene Werbemaßnahmen umwandeln.  

Bei Unternehmensberatungen analysierst du wiederum die Strukturen und das Management von Unternehmen und erarbeitest darauf basierend Handlungsempfehlungen für Verbesserungen innerhalb des Betriebs. Als externe:r Dienstleister:in kannst du als Unternehmensberater:in zudem auch im Personalbereich qualifizierte Mitarbeiter:innen für offene Stellen in verschiedensten Unternehmen finden. 

Generell gilt: Überall dort, wo Mensch und Wirtschaft an einem Ort sind, kannst du als Wirtschaftspsychologe oder Wirtschaftspsychologin auch arbeiten. Dass das sehr viele Bereiche sind, kannst du dir bestimmt bereits denken. 

Was verdient ein Wirtschafts-Psychologe oder Wirtschafts-Psychologin? 

Als Wirtschaftspsychologe oder Wirtschaftspsychologin kannst du bereits zum Berufseinstieg ein solides Gehalt erwarten. Das befindet sich normalerweise je nach Verhandlungsgeschick nach deinem Bachelor bei 2.400 EUR bis 3.500 EUR brutto monatlich. Mit einem Masterabschluss sind auch höhere Einstiegsgehälter durchaus möglich. 

Hast du bereits mehrere Jahre an Berufserfahrung in der Tasche sind Gehaltssprünge auf etwa 4.000 EUR bis 5.000 EUR brutto und auch darüber hinaus keine Seltenheit. Insbesondere in den Bereichen Personal- und Unternehmensberatung lässt sich als Führungskraft im Management auch bis zu 7000 EUR im Monat verdienen.    

Zudem hast du natürlich immer die Möglichkeit, dich mit deinem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen. Eine Personal- oder Unternehmensberatung bietet sich dafür hervorragend an. Das ist für die meisten Wirtschaftspsychologen oder Wirtschaftspsychologinnen aber erst in der späteren Karriere relevant. 

Wie viel du zum Berufseinstieg verdienen wirst, hängt zudem auch von einigen Kriterien wie der Größe des Unternehmens, deines Verhandlungsgeschickes, deiner Verantwortung und Berufserfahrung ab, die du dir vielleicht bereits während deines Studiums durch diverse Praktika oder Nebenjobs angeeignet hast. 

Jetzt durchstarten mit Wirtschafts-Psychologie  

Du hast Interesse am Studium der Wirtschaftspsychologie? Dann informiere dich zu diesem überaus interessanten und zukunftsorientierten Studium. Mit einem Abschluss in Wirtschaftspsychologie hast du beste Karten für eine fulminante Karriere in zahlreichen bekannten Unternehmen weltweit! 

Team GoVersity 

Was haben Profiathlet:innen, Politiker:innen und Manager:innen gemeinsam? Wenig finanzielle Sorgen? Einen interessanten Beruf? Ein stressiges Leben? Ja, alles korrekt! Was sie aber auch oft haben ist Coaching. Genauer gesagt Business Coaches, die sie dabei unterstützen, sich in ihren Karrieren weiterzuentwickeln und innovative und wirksame Lösungsansätze für unterschiedlichste Problemstellungen im Leben zu finden.

Doch Herausforderungen stellen sich einem nicht nur im Beruf in den Weg – auch im Studium muss man viele Hürden meistern, um am Ende am Ziel anzukommen: dem Studienabschluss Bachelor, Master oder MBA. Das weißt Du als junger Mensch mit Sicherheit am besten. Da verwundert‘s Dich sicher auch nicht, dass ein Business-Coach auch für Dich und Dein Studium eine wertvolle Ergänzung darstellen kann.

Denn sind wir mal ehrlich: Zwischen dem Genießen der neuen Freiheit als Erwachsener, wilden Partys, stressigen Nebenjobs und neuen Bekanntschaften kann so ein Studium manchmal schon echt nervenaufreibend sein und es tut einfach gut, wenn man sich an jemanden wenden kann, der einem zur Seite steht und mit Dir an Themen arbeitet wie Prüfungsangst, Schreibblockaden bei der Erstellung Deiner Masterarbeit oder schwierige Gehaltsverhandlungen und Konflikte im Job, falls Du berufsbegleitend studierst. Ein Business-Coach kann diese Person für Dich sein!

Wie kann Dich ein Business-Coach während des Studiums unterstützen?

Ein Business-Coach arbeitet idealerweise über das ganze Studium mit Dir zusammen. Denn so lernt ihr euch am besten kennen und er oder sie kann so individuell auf Dich eingehen und Dir weiterhelfen.

So weit, so gut. Aber leider gibt’s da ein Problem: Wo findet man so einen Business-Coach und kostet das nicht was? Fakt ist: Die meisten Hochschulen in Deutschland bieten so einen Business Coach für Studierende schlicht und einfach nicht an – das wäre für die meisten Studierenden aber echt wünschenswert.

Kein Wunder: Schließlich hast Du vor allem am Anfang deines Student:innenlebens wahrscheinlich keinen Plan davon, ob Dir Dein Studium gefällt oder Du vielleicht doch wechseln solltest – dasselbe ist mit ziemlicher Sicherheit auch auf Deine berufliche Zukunft zutreffend.

Nun, wie findest Du am besten die Antworten auf diese Fragen? Genau: indem Du Dich selbst mitsamt deiner Stärken und Schwächen, Ziele und Träume sowie Werte und Ideen kennenlernst. Ein Business-Coach unterstützt Dich dabei und arbeitet mit Dir zusammen daran, dass Du das Beste aus dir herausholst, den Fokus auf Deine Individualität setzt und das machst, wofür Du brennst und worauf Du Lust hast.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit einem Business Coach vorstellen?

Dein individueller Business Coach berät Dich als Student:in zu allen Themen, die Dein Studium und/oder Dein Privatleben betreffen – natürlich immer nur dann, wenn du es brauchst. Zwischen Dir und Deinem Coach entwickelt sich so mit der Zeit ein echtes Vertrauensverhältnis.

Aber keine Sorge: so ein Business-Coach wird dir nie unflexible Baukasten-Lösungen zuwerfen. Stattdessen arbeiten Business Coaches mit Ansätzen und Ideen, die Du mit seiner Hilfe selbst erarbeitest. Natürlich ist es immer deine Entscheidung was Du davon umsetzt.

Ein weiterer Vorteil: Du wirst vielleicht in Zukunft auch in deinem Beruf mit Business Coaching konfrontiert werden. Tolle Sache also, wenn Du dann schon Erfahrung damit hast und Dich selbst und Deine Fähigkeiten, Bedürfnisse und Träume besser kennst.

Die Selbstreflexion und die sozialen Skills, die Du während der Zusammenarbeit mit einem Business-Coach entwickelst, sind einfach unersetzlich.

Am Ende hast Du das Vertrauen zu Dir selbst gestärkt, sodass Du an Dich glauben kannst. Mit dieser Motivation bist Du auch in der Lage Deine Träume und Visionen umzusetzen und wahr zu machen egal ob im Studium oder im Job.

Willst Du ein zielorientiertes, berufsbegleitendes Studium absolvieren? Dann durchstöbere doch einfach unsere Webseite und erfahre mehr über die GoVersity in Karlsruhe. Mit den interessanten Studiengängen und erfahrenen Business Coaches startest Du ab sofort deinen Karriereturbo!

Interessierst du dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe. 

von Team GoVersity

Bei einem berufsbegleitenden Studium am Wochenende arbeitest du von montags bis freitags in deinem Job, und an ausgewählten Samstagen oder Wochenenden studierst du. Das hört sich zunächst nach viel Stress an, doch dieses Modell bietet dir eine Menge Vorteile.

Welche Vorteile bietet ein Studium am Wochenende?

Dass du dich für ein berufsbegleitendes Studium am Wochenende interessierst bedeutet, dass dir wichtig ist, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Dabei hast du volle finanzielle Sicherheit und bist weiterhin voll einsatzfähig im Job. Dies führt dazu, dass du mit einem höheren Bildungsabschluss und fundierter Praxiserfahrung auf dem Arbeitsmarkt Wettbewerbsvorteile hast. Außerdem wirst du durch die wissenschaftliche Arbeitsweise, die du im Studium erlernst, im Job künftig Probleme strukturierter angehen. Du lernst, unterschiedliche Auffassungen zu einem Thema kritisch zu reflektieren, was dir wiederum bei deiner täglichen Arbeit zugutekommt.

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Sofortige Umsetzung der Theorie in die Praxis
  • Volle finanzielle Sicherheit
  • Voll einsatzfähig im Job
  • Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt
  • Organisationsgeschick, Stressresistenz, Disziplin und die Bereitschaft, Neues zu erlernen als Skills für Arbeitgeber
  • Persönliche Weiterentwicklung
  • Stärkung deiner analytischen Fähigkeiten
  • Aufbau eines Netzwerks mit wertvollen Kontakten
  • Berufserfahrung sammeln
  • Steigerung der Arbeitsleistung durch neue Fähigkeiten
  • Beitrag zur aktiven Weiterentwicklung deines Arbeitgebers
  • Möglichkeit, Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben und dadurch Lösung einer realen Herausforderung
  • Qualifikation für eine höherwertige Position im Unternehmen
  • Höhere Chancen, bei einer Beförderung berücksichtigt zu werden
Studentin Erfolgsweg

Gibt es auch Nachteile eines Wochenend-Studiums?

Neben all diesen Vorteilen solltest du dir auch über einige Nachteile bewusst sein. Selbstverständlich ist mit einem Studium neben dem Beruf eine zusätzliche Arbeitsbelastung verbunden. Außerdem lassen sich nicht alle Studiengänge berufsbegleitend absolvieren, beispielsweise solche, bei denen zahlreiche praktische Übungen oder Projekte im Mittelpunkt stehen. Wenn du bereits eine abgeschlossene Ausbildung hast, ist eine finanzielle Unterstützung durch BAföG nicht möglich. Da du nicht so viel Zeit mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen verbringst wie bei einem Vollzeit-Studium, ist die Bindung innerhalb der Gruppe schwächer, als wenn du jeden Tag in der Hochschule bist.

Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen

Doch trotz dieser Nachteile lohnt sich ein berufsbegleitendes Studium am Wochenende auf jeden Fall, denn du studierst nicht an jedem Wochenende, sondern lediglich an einigen ausgewählten während des Semesters. In der Phase, in der du deine Abschlussarbeit erstellst und keine Vorlesungen mehr hast, kannst du dir deine Zeit sowieso frei einteilen und bist terminlich kaum gebunden. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind mit einem Studium in jedem Fall viel höher. Außerdem ist es nur eine überschaubare Zeit, in der du diese höhere Arbeitsbelastung hast. Sehr positiv ist außerdem, dass du direkt nach den Vorlesungen mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen ausgehen kannst und an dein Studium in guter Erinnerung behältst.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe.

„Nach meinem Schulabschluss will ich erstmal arbeiten und danach vielleicht noch studieren“ oder „Nach meinem Bachelor will ich erstmal Geld verdienen, später mache ich vielleicht noch einen Master“ – so oder ähnlich lauten die Überlegungen vieler jungen Menschen.

Warum nicht Arbeit und Studium zeitgleich miteinander vereinbaren?

Das eine schließt das andere nämlich nicht aus. Mit einem berufsbegleitenden Studium ist dies problemlos möglich.

Was heißt berufsbegleitend studieren?

Mit einem berufsbegleitenden Studium hast du als Berufstätiger oder als Berufstätige die Möglichkeit, neben dem Beruf zu studieren. Das Studium ist so organisiert, dass es sich auch gut mit einer Vollzeittätigkeit vereinbaren lässt. Es gibt auch Teilzeitstudiengänge, bei denen dir eine verlängerte Regelstudienzeit zur Verfügung steht, du aber dieselben Leistungen erbringen musst wie Vollzeitstudierende. 

Ein berufsbegleitendes Studium setzt keine inhaltliche Verbindung zwischen Beruf und Studium voraus, die Inhalte der beruflichen Tätigkeit werden jedoch häufig berücksichtigt, z. B. bei Projektarbeiten oder Präsentationen.

Welche Arten des berufsbegleitenden Studiums gibt es?

Die häufigsten Varianten eines berufsbegleitenden Studiums sind:

  • Blockstudium 
  • Teilzeitstudium 
  • Abendstudium
  • Fernstudium
  • Wochenendstudium

Blockstudium

Beim Blockstudium besuchst du einmal oder mehrmals pro Semester die Lehrveranstaltungen für mehrere Tage am Stück. Für diese Blöcke musst du dir einige Urlaubstage reservieren. Danach folgen längere Selbstlernphasen.

Berufsbegleitendes Teilzeitstudium

Wenn du aus beruflichen, finanziellen oder persönlichen Gründen nicht in Vollzeit studieren kannst, gibt es die Möglichkeit ein Teilzeitstudium zu absolvieren. Hier musst du pro Semester nur die Hälfte der vorgesehenen Leistungen erbringen, im Gegenzug verlängert sich aber oft deine Regelstudienzeit. Es gibt allerdings auch Modelle, die durch ihre Kompaktheit ohne Zeitverlust zu bewerkstelligen sind. Dazu zählen beispielsweise der berufsbegleitende Master in BWL oder MBA General Management in Karlsruhe. Ein Teilzeitstudium kannst du entweder berufsintegrierend als duales Studium oder komplett berufsbegleitend absolvieren.

Abendstudium

Beim Abendstudium besuchst du die Vorlesungen nach deiner regulären Arbeitszeit ein- bis zweimal pro Woche abends oder ab und zu am Wochenende. Der Präsenzanteil ist in der Regel relativ hoch, und du musst weniger Zeit zu Hause mit dem Selbststudium verbringen.

Fernstudium berufsbegleitend studieren

Beim Fernstudium erhältst du die Studieninhalte zeitlich und räumlich unabhängig vom Lehrenden. Du eignest dir den Lernstoff weitgehend im Selbststudium über digitale Lernplattformen an. Lediglich Prüfungen können – je nach Hochschule – mitunter manchmal in Präsenz stattfinden.

Student im Online-Studium

Wochenendstudium

Bei diesem berufsbegleitenden Studium arbeitest du Vollzeit während der Woche in deinem Job und an ausgewählten Wochenenden studierst du, indem du die entsprechenden Lehrveranstaltungen vor Ort in Präsenz besuchst. Einige Hochschulen bieten auch eine hybride Variante an, bei der du bestimmte Inhalte über Blended-Learning-Konzepte vermittelt bekommst.

Berufliche und persönliche Entwicklung

Ganz egal, für welches dieser Modelle du dich entscheidest, du entwickelst dich auf jeden Fall weiter, denn mit einem berufsbegleitenden Studium erklimmst du das nächste Level auf deiner Karriereleiter, ohne auf den finanziellen Background durch deinen Job zu verzichten. Dadurch kannst du zeitgleich dein berufliches Netzwerk aufbauen, sodass du Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt hast.

Selbstverständlich erfordert ein berufsbegleitendes Studium, wie jedes andere Studium auch immer ein hohes Maß an gutem Selbst- und Zeitmanagement. Doch durch den Austausch mit deinen Kommilitonen und Kommilitoninnen hast du Menschen an deiner Seite, die das gleiche Ziel verfolgen wie du. Außerdem lassen dich deine Dozenten und Dozentinnen nicht allein auf deinem Weg, sondern begleiten dich Schritt für Schritt bis zu deinem Studienabschluss.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe.

Wie beginne ich mit meiner Bachelor- oder Masterarbeit?

Du hast dein Thema für deine Bachelor- oder Masterarbeit gefunden, hast deine Gliederung ausgearbeitet, die Forschungsfrage formuliert und Literatur recherchiert – gute Voraussetzungen, um mit dem Schreiben loszulegen. Dennoch schaffst du es nicht, anzufangen und die leere Word-Datei mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen zu füllen. Du bist wie gelähmt, hast Angst vor dem leeren Blatt und fragst dich: Habe ich etwa eine Schreibblockade? Wie kann ich sie bloß lösen?

Zu deiner Beruhigung: Schreibblockaden oder Schreibhemmungen sind Teil eines jeden Schreibprozesses, denn du kannst deine Energie und Motivation nicht ununterbrochen auf einem hohen Level halten. Es wird während der Entstehung deiner Bachelor- oder Masterarbeit immer wieder Phasen geben, in denen deine Motivation niedriger ist und es dir schwer fällt, deine Gedanken zu ordnen und zu Papier zu bringen.

Brenne für dein Thema

Wichtig ist, dass du für dein Thema brennst und du tatsächlich Lust hast, darüber zu schreiben. Mache dir außerdem dein Warum bewusst. Warum willst du dieses Thema bearbeiten? Was genau interessiert dich daran?

Wenn du dennoch zunächst keinen Anfang findest oder dein Schreibprozess ins Stocken gerät, haben wir 7 Tipps für dich, wie du wieder in den Schreibflow kommst.

Tipp 1: Schreiben und überarbeiten strikt trennen

Schreiben ist ein kreativer Prozess, bei dem du Fehler und Lücken zulassen darfst. Deine Sätze müssen nicht auf Anhieb perfekt sein, im Gegenteil. Wenn du ständig sofort an jedem Satz feilst und ihn optimierst, führt das dazu, dass du dich selbst aus dem Schreibflow bringst. Fertige erst einmal einen ersten Entwurf an, ehe du in einem späteren Schritt deinen Text überarbeitest.

Tipp 2: Schreibzeit ist Schreibzeit

Wenn du an deiner Bachelor- oder Masterarbeit schreibst, solltest du auch wirklich schreiben und nichts anderes machen. Das bedeutet, dass du jegliche Ablenkung ausschalten solltest, wie beispielsweise störende Telefonate, Klingeln an der Haustür, Benachrichtigungen auf Social Media oder Personen im Raum, in dem du schreibst. Du solltest wirklich ungestört schreiben können, ohne abgelenkt zu werden.

Tipp 3: Zeitlimit setzen und belohnen

Um nicht dem Perfektionismus zu verfallen, ist es sinnvoll, dass du dir ein selbst festgelegtes realistisches Zeitlimit setzt, um einen bestimmten Abschnitt oder ein Kapitel in einer definierten Zeit zu schreiben. Belohne dich dafür, wenn du es geschafft hast. Wie genau die Belohnung aussieht, legst du selbst fest. Das steigert die Motivation zum Schreiben erheblich und nimmt die Angst vor einem leeren Blatt.

Tipp 4: Mach regelmäßig Pause

Um beim Schreiben voranzukommen, ist es wichtig, sich in regelmäßigen Abständen Pausen zu gönnen, um dann wieder Vollgas geben zu können. Ob es ein Spaziergang, ein kurzes Telefonat, ein Power Nap oder eine Runde Yoga ist, entscheidend ist, dass du dich erholst und Energie auflädst, um mit neuen Gedanken fortfahren zu können. Manchmal kann es auch helfen, den Text ein bis zwei Tage liegen zu lassen und erst dann weiter zu schreiben.

Tipp 5: Über das Schreiben sprechen

Äußerst hilfreich ist es, wenn du dich mit Kommilitonen oder anderen vertrauten Personen über dein Thema austauschst und weitere Impulse bekommst. Wenn du einem anderen deine Gedanken mitteilst, der nicht unbedingt ein Fachmann oder eine Fachfrau auf deinem Forschungsgebiet ist, merkst du schnell, ob derjenige dich versteht oder nicht. Das hilft dir wiederum bei deinem Schreibprozess weiter.

Studentin schreibt im Cafe
Inspiriere dich durch Abwechslung.

Tipp 6: Wechsle das Medium: Papier statt Bildschirm

Wenn dir gerade nichts mehr einfällt, verlasse das Medium Bildschirm und wechsle zum Papier und schreibe dort weiter. Am Computer zu schreiben, lädt geradezu dazu ein, alles sofort zu korrigieren und zu perfektionieren, was jedoch zunächst vermieden werden soll. Am besten, du schreibst einfach drauf los, dann wirst du erkennen, dass es auf Papier viel schwieriger ist, deinen manchmal etwas störenden Perfektionismus durchzusetzen.

Tipp 7: Schreibort wechseln

Die meisten Menschen schreiben an ihrem Schreibtisch, doch manchmal fällt ihnen dort nichts mehr ein. Wechsele doch einfach einmal den Schreibort, indem du beispielsweise bei einem Freund oder einer Freundin schreibst oder dich in den Garten, ein Café oder die Bibliothek setzt. Vielleicht kommen dir ja auch die besten Gedanken in der Sonne mit Blick aufs Meer.

Interessierst Du Dich für ein zukunftsorientiertes Bachelor- oder Master-Studium? Lerne uns bei einer Info-Session kennen.

Was ist ein Plagiat?

Wenn du Ideen, Gedanken, ganze Textpassagen oder Strukturen anderer Autoren als deine eigenen darstellst, ohne die exakte ursprüngliche Quelle anzugeben, begehst du geistigen Diebstahl und es liegt ein Plagiat vor. Hast du allerdings die fremden Gedanken einwandfrei als Zitat gekennzeichnet, bist du auf der sicheren Seite und hast korrekt gearbeitet. Es besteht also beim wissenschaftlichen Arbeiten eine Zitierpflicht, denn die Werke anderer Autoren und Autorinnen sind urheberrechtlich geschützt. Ihr Nutzen für wissenschaftliche Zwecke ist zulässig, sofern die Quelle genannt wird. Außerdem ist eine Anforderung an wissenschaftliche Texte die Nachprüfbarkeit von Aussagen. Dies ist den Lesern und Leserinnen nur dann möglich, wenn die Quelle so bezeichnet ist, dass sie Aussagen nachschlagen können.

Wo sind Plagiate relevant?


Plagiate können sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch künstlerische Werke oder Filme betreffen. In den Medien haben diverse Plagiatsaffären von Politikern für Schlagzeilen gesorgt. Einer der bekanntesten Fälle ist der des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, dem die Universität Bayreuth aufgrund von zahlreichen Plagiaten in seiner Dissertation nachträglich den Doktortitel aberkannt hat. Angesichts des öffentlichen Drucks trat Guttenberg schließlich zurück. Auch die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan verlor ihren Doktortitel wegen nachgewiesenen Plagiaten in ihrer Dissertation.

Welche Arten von Plagiaten gibt es?

Copyright statt Copy Paste
No Copy-Paste, please.

Folgende Arten von Plagiaten lassen sich unterscheiden

  • Vollplagiat: Du gibst ein komplettes Werk eines anderen als dein eigenes aus, ohne es zu kennzeichnen
  • Teilplagiat: Du übernimmst ganze Textpassagen einer Quelle wörtlich, ohne den Urheber der Quelle zu nennen
  • Übersetzungsplagiat: Du übersetzt einen fremdsprachlichen Text wörtlich und kennzeichnest ihn nicht als Zitat
  • Strukturplagiat: Du übernimmst die komplette Gliederung einer fremden wissenschaftlichen Arbeit
  • Selbstplagiat: Du verwendest Textteile aus einer oder mehreren deiner eigenen Veröffentlichungen, z. B. übernimmst du in deiner Masterarbeit Teile aus deiner Bachelorarbeit oder in deiner Bachelorarbeit Teile aus einer Hausarbeit, ohne diese Passagen mit der Quelle zu versehen
  • Paraphrasieren: Wenn du eine Textpassage nicht wortwörtlich übernimmst, sondern paraphrasierst, ohne die Quelle anzugeben, zählt dies als Plagiat

Darüber hinaus zählt als wissenschaftliches Fehlverhalten auch, wenn bei Studiendaten gefälscht oder Antworten bei einer qualitativen Befragung erfunden werden.

Was passiert bei einem Plagiat?

Ein Plagiat zu begehen, ist keineswegs ein Kavaliersdelikt, sondern kann als Gesetzesverstoß eingestuft werden und ernstzunehmende Konsequenzen nach sich ziehen. Schließlich versicherst du mit deiner eigenhändigen Unterschrift in der Eigenständigkeitserklärung, dass du die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegeben Quellen und Hilfsmittel benutzt hast. Deshalb solltest du dir gut überlegen, ob du deine wissenschaftliche Arbeit von einem Ghostwriter schreiben lässt, auch wenn er dir erklärt, dass er dir nur einen „Vorschlag“ macht, wie deine Arbeit aussehen kann. Mit Blick auf die Eigenständigkeitserklärung zählt auch das als Plagiat.

Wie die jeweilige Universität oder Hochschule mit Plagiaten umgeht, ist unterschiedlich. Die Arbeit gilt in jedem Fall als nicht bestanden und Du musst von vorne beginnen. Schlimmstenfalls kann es auch zu Geldstrafen oder zur Zwangsexmatrikulation kommen.

Wie vermeidest du Plagiate?

Nicht immer entstehen Plagiate absichtlich. Sie können durchaus auch aus Versehen zustande kommen. Damit dir das nicht passiert, lässt du deine Arbeit nach der Fertigstellung am besten online auf Plagiate überprüfen. Doch schon beim Schreiben kannst du einiges beachten, um auf der sicheren Seite zu sein:

  • Du recherchierst in mehreren Quellen und zitierst nicht über weite Passagen nur aus ein und derselben Quelle
  • Du verwendest einen persönlichen Schreibstil mit individuellen Formulierungen
  • Du kennzeichnest direkte und indirekte Zitate und nennst die jeweiligen Quellen
  • Du achtest beim Paraphrasieren darauf, eigene Worte zu verwenden, ohne den Inhalt zu verfälschen

Wenn du dich also beim wissenschaftlichen Arbeiten nicht mit fremden Federn schmückst, sondern sämtliche Passagen, die nicht von dir stammen, mit den entsprechenden Quellen kennzeichnest, kann dir nichts passieren und du wirst Freude am Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten haben. Sobald Du eine Arbeit verfasst hast, gilt natürlich auch umgekehrt für Dich: Deine Arbeit, Dein geistiges Eigentum.

Bei einem Bachelor- oder Master-Studium mit GoVersity lernst Du alles darüber, wie wissenschaftliche Arbeiten korrekt verfasst werden und wie Du dich vor Plagiaten schützt.