Lohnt sich ein Studium?

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Knapp drei Millionen Studierende sind an deutschen Hochschulen derzeit immatrikuliert. Trotzdem stellen sich viele junge Menschen nach ihrem Schulabschluss die Frage: Lohnt sich ein Studium überhaupt? Wenn ja, lauten die nächsten Fragen: Welches Studium lohnt sich? Welche weiteren Vorteile bringt ein Studium?

Lohnt sich ein Studium finanziell?

Laut der Studie „Bildung hat Zukunft“ des ifo Instituts für Bildungsökonomik, die verschiedene Bildungsabschlüsse aus rein monetärer Sicht verglichen hat, verdient ein Akademiker in seinem Leben knapp 400.000 Euro netto mehr im Vergleich zu jemandem, der eine Lehre abgeschlossen hat. Grundsätzlich rechnet sich ein Studium gegenüber einer Berufsausbildung, betrachtet man das Einkommen über das ganze Arbeitsleben hinweg. Bereits nach wenigen Jahren überholen Akademiker im Beruf die ehemaligen Auszubildenden. Fachkräfte mit einem Wirtschafts- oder Ingenieurstudium haben meist schon vor ihrem 30. Geburtstag ein überdurchschnittliches Gehalt. Finanziell gesehen lohnt sich am meisten ein Studium in Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften (besonders mit einem MBA), gefolgt von Psychologie, Politik und dem Lehramt. Etwas weniger lukrativ sind Philosophie, Architektur und Geisteswissenschaften. Mehr Informationen zu den Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten im Bereich Wirtschaftspsychologie finden sich in einem separaten Artikel.

Wer sich für den akademischen Bildungsweg entscheidet, findet laut ifo-Studie nach dem Studium normalerweise auch eine Anstellung. Die Arbeitslosenquote unter den Hochschulabsolventen beträgt nur 2,5 %, bei Menschen mit einer Berufsausbildung liegt sie bereits bei 7 %. Bei Personen ohne berufsbildenden Abschluss sind im Schnitt mehr als 19 % arbeitslos. Somit ist ein Studium ein wichtiger Faktor und eine solide Basis für den beruflichen Erfolg.

Zu-spät-zum-studieren?

Ist es schon zu spät für ein Studium?

Manche Menschen halten sich mit 30 Jahren für zu alt, während andere sich erst mit 40 bereit fühlen, ein Studium aufzunehmen. Wichtig ist, dass Du herausfindest, was sich für Dich richtig anfühlt und Dich darauf einlässt!   

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sind die meisten Teilnehmer:innen eines Online-Studiums beispielsweise zwischen 35 und 49 Jahre alt.  

Hinderungsgründe

Ein Grund, warum Menschen zögern, später im Leben zu studieren als gewöhnlich ist, dass sie sich Sorgen machen, ob sie die Arbeitsbelastung bewältigen können. Inzwischen gibt es jedoch viele verschiedene Studienformen, die es Menschen mit einem vollen Terminkalender erleichtern, Arbeit und Studium zu vereinbaren.  

Lösungsansätze

Ein hybrides Studium beispielsweise ermöglicht es den Studierenden, die Vorlesungen Teilzeit in Präsenz und online zu besuchen, sodass sie neben dem berufsbegleitenden Studium weiter in Vollzeit arbeiten können. Einige Hochschulen bieten auch Kurse an, die vollständig online absolviert werden können – ideal für alle, die sich mehr Flexibilität in ihrem Lernplan wünschen.

Ein weiterer Faktor, der Menschen oft davon abhält, ihr Studium zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, ist ein Mangel an Motivation oder Selbstvertrauen; dies kann jedoch überwunden werden, indem man sich die Unterstützung und kostenlose Beratung von einem professionellen Study-Coach des jeweiligen Bildungsinstitutes sucht und sich realistische Ziele setzt.

So kannst Du Dich fachlich, aber auch persönlich weiterentwickeln und Deine Karriere unabhängig vom Alter voranbringen.

Was brauche ich für ein Studium?

Um ein Studium beginnen zu können, sind bestimmte Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Im Regelfall ist die Hochschul-Zugangsberechtigung, das Abitur oder die Europäische Reifeprüfung an einer Europäischen Schule. Es gibt jedoch auch Studiengänge, die man mit der Fachhochschulreife oder sogar ohne Abitur belegen kann. Zu einem Studium berechtigt dann eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender mindestens 3-jähriger Berufstätigkeit im erlernten Beruf. Auch eine berufliche Aufstiegsfortbildung, z. B. ein Betriebswirt- oder Fachschulabschluss oder ein Meisterbrief, sind als Zugangsvoraussetzung für ein Bachelor-Studium oder sogar Master-Studium möglich.

Manche Studiengänge, darunter auch Psychologie kann man nur dann studieren, wenn man einen bestimmten Abi-Schnitt, den so genannten Numerus clausus, kurz NC, vorweist. Selbstverständlich gibt es auch Studienangebote, für die kein NC notwendig ist, beispielsweise Wirtschaftspsychologie oder Marketing Management.

Fazit: Lohnt sich ein Studium? Ja!

Studieren lohnt sich auf jeden Fall, die Vorteile eines Studiums liegen auf der Hand:

  • Ein Studium ist Voraussetzung für bestimmte Berufe, wie Juristen, Lehrer, Ärzte, Ingenieure, Psychologen etc.
  • Leitungsfunktionen in Unternehmen werden meist durch Hochschulabsolventen, z.B. mit einem Master in BWL besetzt, d. h. die Aufstiegschancen innerhalb eines Unternehmens sind deutlich besser
  • Akademiker sind am wenigsten häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und genießen ein höheres Ansehen in der Gesellschaft.
  • Im Studium lassen sich persönliche Interessen vertieft ausleben.
  • Die intellektuellen Fähigkeiten und die wissenschaftliche Arbeitsweise, die man im Studium lernt, werden von vielen Branchen sehr geschätzt. Man traut Akademikern mehr zu.
  • Akademiker haben höhere Verdienstmöglichkeiten als Menschen mit einer Ausbildung.
  • Insbesondere bei einem berufsbegleitenden Studium profitieren Absolventen zweifach. Sie können direkt Theorie und Praxis verbinden und das Gelernte im Job anwenden. Außerdem können Sie unmittelbar nach dem Studium Berufserfahrung vorweisen und haben damit einen Wettbewerbsvorteil.

Interessierst du dich für ein zukunftsorientiertes, berufsgeleitendes Studium? Erfahre mehr über das Studienkonzept an der GoVersity in Karlsruhe.