Sieben Grundregeln für Studium
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Wie Du es schaffst, Dich selbst mit Deinen Zielen in Einklang zu bringen.

Kennst Du das Gefühl von Prüfungsangst, hohen Erwartungen oder Unsicherheit, was Deine Zukunft angeht?

Keine Sorge, damit bist Du nicht allein. Ich behaupte sogar, dass jeder diese Art von Gedanken in seinem Leben phasenweise hat. Besonders bei jungen Menschen beobachte ich immer wieder, dass sie nicht genau wissen, wie sie mit größeren anstehenden Herausforderungen umgehen sollen. Das Studium spielt hier eine besondere Rolle, da sie eine neue Lebensphase einleitet.

Falls Du Dich in dieser Situation befindest, sollen Dir die nachfolgenden Grundregeln und Tipps dabei helfen, Dein Studium (und sogar Dein Leben darüber hinaus) zu meistern.

Grundregel #1: Sei positiv und nutze Deine Stärken

Auch wenn Du manchmal vor lauter Lerninhalten und Klausurterminen nicht weißt, wo Dir der Kopf steht, übertreibe es nicht. Sage Ja zu Disziplin, aber Nein zu Dauerstress. Mit einer positiven Einstellung und guten Lernroutinen (siehe Grundregel #2) wirst Du viel eher Deine Aufgaben bewältigen, als wenn Du Dir die Nacht um die Ohren schlägst und bis zur letzten Minute vor der Klausur büffelst (der Klassiker…).

Sei Dir Deiner Stärken bewusst, gehe Herausforderungen mit Mut und Leichtigkeit an und kultiviere positive Glaubenssätze (z.B. „Ich schaffe das, auch wenn es schwierig erscheint!“). Halte es genau so mit Deinen Freunden und Kommilitonen. Das erzeugt eine positive Atmosphäre, die den Zusammenhalt, die Laune und Lernbereitschaft stärkt.

Wenn Du einmal etwas nicht verstehst, denke niemals „ich bin zu dumm dafür“. Versuche unterschiedlich an die Dinge heranzugehen, die Dir Schwierigkeiten bereiten. Tausche Dich mit anderen aus, sprich Deine Dozenten an oder suche nach alternativen Erklärungen im Internet.

Verstehe, dass Intelligenz keine unveränderliche Eigenschaft darstellt. Wie wichtig in diesem Zusammenhang unsere innere Einstellung ist, zeigt eine aktuelle Studie. Kurz gefasst, kommt sie zu dem Ergebnis:

Wenn Du über Dich selbst denkst, Du wirst klüger, wirst Du auch klüger.

Welcher Lerntyp bist Du

In der Lernpsychologie werden verschiedene Lernstile unterschieden. Finde heraus, wie Du am Besten lernst – ob durch Hören, Lesen, die Nutzung von Karteikarten, wiederholtes Aufschreiben oder die Kombination daraus.

Erlaube Dir vor allem, Spass am Lernen zu haben. Der Austausch mit anderen und kleine Belohnungen können das fördern. Gönne Dir zum Beispiel nach einem erfolgreichen Lerntag oder einer Prüfung einen Kinobesuch, ein gutes Essen mit Freunden oder ein sportliches Workout (mein persönlicher Favorit!).

Grundregel #2: Schaffe Dir Freiräume durch eine Lernstrategie, Planung und Routinen

Um in unserem Leben voranzukommen, müssen wir in der Lage sein, unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen immer wieder zu überdenken und wenn nötig anzupassen. Im Studium gehört dazu insbesondere die Entwicklung einer langfristigen Lernstrategie.

Grundsätzlich hast Du zwei Möglichkeiten, Dein Studienpensum zu bewältigen:

  1. Du beschäftigst Dich damit, wenn Deine Zeit es Dir erlaubt, Du es gerade für richtig hältst oder die Sache es unbedingt erfordert.
  2. Du entscheidest Dich dafür, Dich frühzeitig und regelmäßig Deinen Aufgaben zu widmen.

Der erste Herangehensweise ist die automatische, diejenige, welche wir verwenden, wenn wir uns keine Gedanken über unsere Lernstrategie machen.

Die zweite Methode erfordert planerisches Denken und Handeln. Und sie hat einen entscheidenden Vorteil: Durch regelmäßiges Lernen verschaffst Du Dir auf lange Sicht einen sich selbst verstärkenden Wachstumseffekt beim Ausbau Deines Wissens und Deiner Fähigkeiten.

Spontanes und regelmaessiges Lernen
Verstärkter Wachstumseffekt durch regelmäßiges Lernen

Je mehr Du über ein bestimmtes Thema weisst, desto besser und schneller ist Dein Gehirn in der Lage, neues Wissen aufzunehmen.

Die Theorie ist einleuchtend und Dir vielleicht nicht neu.

Die Herausforderung für die zweite Variante besteht tatsächlich darin, Dich bewusst dafür zu entscheiden und mehrere Wochen in diesem Modus durchzuhalten bis Deine Lern- und Wiederholungsphasen zur Routine werden. Es ist wie beim Sport: anfangs ist der innere Schweinehund am schwersten zu überwinden. Die Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als die Intensität.

Der Umgang mit großen Aufgaben

Doch was, wenn ein großes, kniffliges und scheinbar nicht zu bewältigendes Projekt vor Dir liegt? Mit welcher Aufgabe fängst Du sinnvollerweise an?

Je größer eine Herausforderung ist, desto wichtiger ist es, sich im Vorfeld mit der Planung und Strukturierung zu befassen.

Ein einfaches Rezept, wie Du zum Beispiel eine Seminar- oder Studienarbeit über ein komplexes Thema angehen kannst, lautet wie folgt:

  1. Verschaffe Dir zunächst einen Überblick über mögliche Inhalte, z.B. durch Querlesen von Artikeln und Büchern.
  2. Teile dann Deine Arbeit in Kapitel ein und überlege Dir passende Überschriften.
  3. Sammle Stichworte pro Kapitel, die thematisch aufeinander aufbauen und Dir eine Vorlage für die spätere Ausarbeitung liefern.

Planung und Routinen

Im Voraus jeden Tag im Detail zu planen ist oft unmöglich und wird der Dynamik unserer Umwelt nicht gerecht. Konzentriere Dich stattdessen auf die Planung der jeweils kommenden Woche. Auch wenn sich die Dinge einmal ändern, hast Du zumindest eine Struktur, an der Du Dich orientieren und bei Bedarf tageweise umdisponieren kannst.

Du kannst Dir zusätzliche Freiräume schaffen, wenn Du Dir das Ziel setzt, den Nutzen von Vorlesungen und Seminaren voll auszuschöpfen. Statt die Gedanken abschweifen zu lassen und den Anschluss zu verpassen („das hole ich alles später nach“), beteilige Dich aktiv und mache Dir Notizen. Beschränke Dich dabei auf die wichtigsten Punkte, damit Du der Vorlesung weiter aufmerksam folgen kannst.

Wenn möglich, bereite Dich auf den Unterricht vor. Was viele nicht wissen: es reichen schon ein paar Minuten, um das Lernverständnis deutlich zu erhöhen. Dein Gehirn merkt sich Dinge leichter, die es bereits einmal gesehen hat.

Gewöhne Dir an, Deine Aufgaben, Verpflichtungen und Termine aufzuschreiben – und zwar an einem Ort, z.B. in einer App auf Deinem Smartphone. Das gibt Dir die Sicherheit, nichts zu vergessen. Kümmere Dich regelmäßig (am Besten täglich) um die Abarbeitung. Auch spontane Ideen, Gedanken oder Fragen, die Dich beschäftigen, kannst Du auf diese Weise festhalten. Viele tolle und kostenlose Tools unterstützen Dich dabei, z.B. Google Kalender oder Google Keep.

Grundregel #3: Nutze die Kraft des Flows

Wenn Du alleine lernst, ist es Dein Ziel, den in der Psychologie und Glücksforschung als „Flow“ bezeichneten Zustand der völligen Konzentration und Produktivität, zu erreichen. Wir alle kennen ihn, unternehmen aber oft zu wenig, um ihn zu fördern.

Lernen im Flow

Bevor Du mit Deiner Lerneinheit beginnst, stelle sicher, dass Du Dich in einer Umgebung befindest, in der Du Dich auf Deine anstehende Aufgabe fokussieren kannst. Schalte Dein Handy aus, pack es in eine Kiste, verschließe die Kiste und wirf den Schlüssel weg! Im Ernst, so weit musst Du nicht gehen, aber sorge dafür, dass WhatsApp, Facebook und Co. nicht alle zwei Minuten Deine Aufmerksamkeit einfordern. Denn das ist der absolute Konzentrationskiller.

Setze Dir für die anstehende Lern-Session konkrete Ziele. Was genau willst Du heute erreichen und in welchem Zeitrahmen? Was ist Pflicht und was ist Kür? Setze Dir herausfordernde, unbedingt aber erreichbare Ziele.

Sei Dir dessen bewusst, dass wir Menschen nicht über die Fähigkeit zum Multitasking verfügen. D.h. arbeite Deine Aufgaben nacheinander ab – versuche es nicht gleichzeitig.

Hüte Dich davor, Deinem größten Feind, dem sogenannten Studentensyndrom zu unterliegen und den Beginn Deiner Arbeit immer weiter aufzuschieben oder sie unnötig zu unterbrechen (auch bekannt als Prokrastination). Nutze Zeitmanagement-Techniken, um Dir einen entsprechenden Orientierungsrahmen dafür zu geben. Hierzu zählt beispielsweise die Pomodoro-Methode, welche Arbeitseinheiten von 25 Minuten mit definierten kurzen und längeren Pausen vorsieht.

Falls Du dennoch Schwierigkeiten hast, Dich auf Deine Aufgaben zu konzentrieren, hilft Dir vielleicht Grundregel #4 weiter.

Aufgrund der Länge ist der Beitrag in 2 Teile aufgeteilt. Teil 2 mit den Grundregeln #4 bis #7 folgt in Kürze.

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